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Sonigait II bei Audio Mostly 2021 ausgezeichnet

Best Paper Award für den Prototyp eines mobilen akustischen Biofeedbacksystems zur Behandlung von Gangabweichungen bei älteren Menschen

Sonigait II bei Audio Mostly 2021 ausgezeichnet
Copyright: Anna-Maria Raberger

Die intensive Arbeit eines interdisziplinären Forscher*innenteams der FH St. Pölten gemeinsam mit der Partnerfirma stAPPtronics am Sondierungsprojekt Sonigait II hat sich gelohnt: Der daraus entstandene Konferenzbeitrag "Mind the Steps: Towards Auditory Feedback in Tele-Rehabilitation Based on Automated Gait Classification" wurde auf der renommierten Audio Mostly Konferenz in Trient (Italien) mit dem Best Paper Award ausgezeichnet.

Wir gratulieren dem gesamten Team um Projektleiter Michael Iber zu diesem Erfolg!

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Gangbild hörbar machen

Mit fortschreitendem Alter verändert sich unsere Art zu gehen, unser Aktivitätsniveau sinkt, Stürze werden wahrscheinlicher.

Um rechtzeitig unterstützende Maßnahmen ergreifen zu können, ist es entscheidend, frühzeitig Auffälligkeiten im Gangbild zu erkennen. Langfristiges Ziel des Projektes ist es, Betroffene auf Fehlbelastungen in ihrem Alltag aufmerksam zu machen und Physiotherapeut*innen ein zusätzliches Werkzeug zur Behandlung von Gangbeeinträchtigungen anzubieten.

Möglich macht das die sensorbestückte Einlegesohle "stapp one" des am Projekt beteiligten Unternehmens stAPPtronics. In einer Machbarkeitsstudie ist es den Forscher*innen gelungen, Algorithmen aus einem Vorgängerprojekt, die anhand von Gangdaten zwischen Normalgang und Gangabweichungen unterscheiden können, auf die Mikroprozessoren der Einlegesohlen zu übertragen.

Mittels eines akustischen Signals wird die Träger*in der Sohle über eventuelle Gangabweichungen informiert. Gegenüber einer rein visuellen Rückmeldung zum Beispiel auf dem Handy, hat eine akustische Rückmeldung den Vorteil, dass sie wahrgenommen werden kann, ohne das Bewegungsverhalten etwa durch eine Drehung des Kopfes zu beeinflussen. Benutzer*innen können sich so ganz auf das Gehen konzentrieren und auf etwaige Tonveränderungen reagieren.

In die Evaluierung des Projektes einbezogene Physiotherapeut*innen bestätigten das hohe Potential des Ansatzes als unterstützende Maßnahme einer therapeutischen Behandlung und Tele-Rehabilitation. Betroffene könnten Übungen auch außerhalb von Therapiesitzungen kontrolliert durchführen und somit den Therapieerfolg beschleunigen.

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FH-Prof. Dr. Iber Michael

FH-Prof. Dr. Michael Iber

FH-Dozent Internationaler Koordinator Department Medien und Digitale Technologien Mitglied des Kollegiums 2020 bis 2023