Studierende absolvieren Praktika in den USA

Melanie Berger und Mona-Lisa Riegler mit Paramedics

Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit und zweier Treffen absolvierten Studierende der Gesundheits- und Krankenpflege erstmals ein Praktikum in den USA.

Nur zwei Jahre nach Etablierung des Bachelor Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege an der FH St. Pölten wurde die erste internationale Partnerschaft mit der University of Minneapolis auf ein neues Level gehoben.

Identifikation von Kooperationsmöglichkeiten

Im April 2017 besuchten FH-Dozentin Petra Kozisnik, stellvertretende Studiengangsleiterin des Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege, und FH-Dozent Oliver Loiskandl die Berufskolleginnen und -kollegen in Minneapolis, um Kooperationsfelder zu identifizieren und Praktikumsstellen zu finden.

Bereits einen Monat später empfing das Department Gesundheit der FH St. Pölten zwei VertreterInnen der University of Minneapolis, Hans-Peter DeRuiter und Sue Bell. Im Rahmen dieses Besuchs wurden die Praktika für Studierende aus St. Pölten fixiert und auch eine gemeinsame Lehrveranstaltung geplant.

Studierende absolvieren Praktikum in den USA

Bereits ein halbes Jahr später konnten mit Unterstützung von Studiengangsleiterin Mag. Petra Ganaus und ihrer Vertreterin FH-Dozentin Petra Kozisnik vier Studierende des fünften Semesters des Bachelor Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege ein sechswöchiges Praktikum in den USA antreten. Begleitet wurden die Studierenden Melanie Berger, Paula Cichocki, Mona-Lisa Riegler und Stefan Henikl von FH-Dozent Oliver Loiskandl, der in der ersten Woche mit einem straffen Programm bei der Orientierung half.

Besuch verschiedener Gesundheitseinrichtungen

Im Rahmen ihres Aufenthaltes hatten die Studierenden Gelegenheit sich mit dem amerikanischen Gesundheitssystem und insbesondere mit dem pflegerischen Zugang vertraut zu machen. Die Praktikantinnen und Praktikanten der FH St. Pölten konnten dabei einen Blick hinter die Kulissen einer der weltweit angesehensten Gesundheitseinrichtungen, der Mayo Clinic in Rochester, machen.

Es wurden aber auch kleinere Einrichtungen besucht, die sich vor allem der Pflege, Behandlung und Betreuung der ärmeren Bevölkerung widmen. In einer kirchlichen Einrichtung, der St. Marys Basilica, waren die Studierenden mit Obdachlosen befasst und hatten die Möglichkeit, über Gespräche deren Lebenswelt kennenzulernen und im Rahmen von kostenlosen Gesundenuntersuchungen Vitalparameter zu erheben.

Ein besonderes Highlight war das Praktikum in einer German Immersion School. Neben Erkenntnissen über das amerikanische Schulsystem lernten die Studierenden dabei auch das Tätigkeitsfeld einer Schoolnurse kennen. Eine weitere Herausforderung in der German Immersion School war die Erstellung eines pflegerischen Education-Programms und dessen praktische Durchführung gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern.

Besuch der Nursing Salons von Mary Manthey

Über die fachlichen Praktika hinaus gab es natürlich auch reichlich Gelegenheit, das Land, die Menschen und deren Kultur kennenzulernen. Aus pflegerischer Sicht ist dabei vor allem eine Bekanntschaft hervorzuheben: Die Studierenden konnten Mary Manthey bei einem ihrer legendären Nursing Salons kennenlernen. Die Grande Dame der Pflege und Begründerin des Pflegesystems Primary Nursing hält die Nursing Salons monatlich ab und lädt dabei interessierte Pflegepersonen ein, pflegerische Sachverhalte zu diskutieren.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der State Fair, einer großen volksfestähnlichen Veranstaltung bei St. Pauls. Über ein Gespräch mit den dort dienstversehenden Paramedics konnte ein Bezug zur Ausbildung in Österreich hergestellt werden. Im Bachelor Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege der FH St. Pölten stellt die präklinische Versorgung einen Schwerpunkt dar.

Praktika in den USA werden oft als aufwendig und teuer beschrieben. Dass es dennoch möglich ist, derartige Praktika anzubieten, liegt an der Kooperation der Minneapolis State University Mankato und der Fachhochschule St. Pölten und natürlich am Engagement aller Beteiligten insbesondere Dr. Hans-Peter DeRuiter von der State University Mankato.

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