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Telerehabilitation: mehr als Behandeln aus Distanz

Online-Fachdiskussion zum Thema Telehealth mit über 70 Teilnehmer*innen

Telerehabilitation: mehr als Behandeln aus Distanz
4 Expert*innen der Fachdiskussion
Copyright: FH St. Pölten / Anna-Maria Raberger

Neue Zeiten erfordern neue Formate - dies trifft nicht nur auf die physiotherapeutische Praxis, sondern ebenso auf die Durchführung von Veranstaltungen zu. In diesem Sinne lud der Bachelor Studiengang Physiotherapie am 29. April zur Fachdiskussion „Telerehabilitation – mehr als das Behandeln aus sicherer Distanz im Ausnahmefall?“. Die Veranstaltung wurde dabei dem Thema und Zeitpunkt entsprechend im mittlerweile bewährten Online-Format durchgeführt.

Potenzial und Grenzen von Telerehabilitation

Obwohl bereits in den vergangenen Jahren vielfach im Gespräch, haben sich viele Physiotherapeut*innen erst in der Zeit der Ausgangsbeschränkung vermehrt mit dem Einsatz von Telerehabilitation auseinandergesetzt. Ob Gruppen- oder Einzelsetting, Beratung oder Anleitung von Übungen – unterschiedlichste Formate haben in dieser Zeit Anwendung gefunden und so manches Angebot wird sicherlich auch die aktuelle Ausnahmesituation überdauern.
Über Erfahrungen hinsichtlich des Einsatzes von Telerehabilitation in der physiotherapeutischen Praxis diskutierten 4 Expert*innen aus den Bereichen Physiotherapie und Digitalisierung:

  • FH-Prof.in Michaela Neubauer, PT, M. Physio: Selbstständige Physiotherapeutin, Dozentin Bachelor Studiengang Physiotherapie
  • FH-Prof.in Romana Bichler, PT, MA: Selbstständige Physiotherapeutin, Dozentin Bachelor Studiengang Physiotherapie, stv. Studiengangsleitung Master Studiengang Digital Healthcare
  • Harald Bant, PT, BSc: Sportphysiotherapeut, Geschäftsführer von ESP Science & Education OG
  • Jürgen Maureder, PT, BSc: Selbstständiger Physiotherapeut, Studierender des Master Studiengangs Digital Healthcare an der FH St. Pölten

Ablauf der Veranstaltung

Über 70 Teilnehmer*innen folgten der anregenden Diskussion mit internationaler Beteiligung zu Anwendungsbeispielen, Potenzial und Grenzen dieses Therapiesettings und nutzten die Möglichkeit im Anschluss Fragen an die Runde der Diskutant*innen zu stellen. Hierbei wurde ein weites Spektrum an Themen abgedeckt: von der Akzeptanz telerehabilitativer Maßnahmen bei unterschiedlichen Altersgruppen über die Notwendigkeit der Verankerung von Telerehabilitation in Aus- und Weiterbildung, nationale und internationale Gegebenheiten und rechtliche Vorgaben in der Umsetzung sowie spezifische Fragen zu praktischen Herangehensweisen.

Fazit ist, dass Telerehabilitation eine wertvolle Ergänzung zu bestehenden physiotherapeutischen Maßnahmen auch abseits der aktuellen Lage darstellt und somit z.B. Personen, bei denen regelmäßige Vor-Ort-Termine nicht möglich sind, umfassender als bisher versorgt werden können.

Weiterbildung im Bereich der Telerehabilitation

Telerehabilitative Maßnahmen nehmen auch in den aktuellen Weiterbildungsangeboten der FH St. Pölten einen immer größeren Stellenwert ein. So liefern der Masterlehrgang GAIT – Ganganalyse und -rehabilitation, der Masterlehrgang Applied Clinical Research in Health Sciences (Start Sommersemester 2021) sowie der Master Studiengang Digital Healthcare praktische, wissenschaftliche und technische Perspektiven rund um den Einsatz innovativer Ansätze im Bereich der Telerehabilitation.