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Wie gründet man ein Unternehmen? – Forum 2020

Im Rahmen des Forums: "Unternehmensgründung" gaben Gründerservice-Einrichtungen und Start-ups Tipps für zukünftige Firmengründer*innen

Das Forum „Innovation, Kreativität und Unternehmensgründung“, initiiert von Peiman Zamani, Lektor und Organisator der Veranstaltung, fand am 10. März 2020 erneut im großen Festsaal der Fachhochschule St. Pölten statt. Ziel des Forums ist es, den zukünftigen Unternehmer*innen unter den Studierenden Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit zu bieten. An der Veranstaltung nahm neben den Master Studiengängen Digital Design, Digital Media Production, Interactive Technologies, Digital Media Management sowie Digital Marketing und Kommunikation auch eine Schulkasse der HTL St. Pölten teil.

„Wissenstransfer und Innovation sind der FH neben der Weiterbildung und Forschung ein großes Anliegen. Daher möchten wir mit dieser Veranstaltung den Studierenden die Möglichkeit geben, sich mit Start-ups und Förderstellen zu vernetzen“, erklärte Hannes Raffaseder, Geschäftsführer der FH St. Pölten, im Rahmen seiner einleitenden Worte. Nach einer kurzen Vorstellung des Programms durch Peiman Zamani begannen die Präsentationen.

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How to: Unternehmensgründung

Welche Anlaufstellen es für zukünftige Gründer*innen gibt und wie man sich Unterstützung holen kann, präsentierten verschiedene Gründerservice-Einrichtungen. Zu Gast waren die Wirtschaftsagentur Wien, das österreichische Inkubatorennetzwerk APlusB, i2b - die Initiative zur Erstellung eines Unternehmenskonzeptes, der zero21 Founders Club, das Entrepreneurship Center Network sowie die Entrepreneurship Avenue, MINTED - die Startup Agentur Wien und das [sic!]-students‘ innovation centre.

Unternehmensgründung und Steuern – was muss man dabei beachten? Die Antwort auf diese Frage gab Erich Reichart von der Loibl Reichart Steuerberatungs GmbH den Teilnehmer*innen des Forums anhand eines Praxisbeispiels mit auf den Weg.

Neben den Gründerservice-Einrichtungen waren auch 8 Start-ups vor Ort, um über ihre Idee, die Gründungsphase, Stolpersteine und Lösungswege zu sprechen.

Am wichtigsten ist das Team

Harmonie und Balance – diese Eigenschaften sollte ein Team laut Verena Demel von Follow the Feathers haben, um im harten Alltag eines Start-ups zu bestehen. Das Unternehmen von Studierenden der FH Salzburg entwickelt ein Abenteuerspiel, welches ab 24. März auf Kickstarter zu finden sein wird. Ein weiteres Learning der Gründer*innen: Schenkt nicht jedem eure Zeit, sucht euch Hilfe bei Förderstellen und sucht euch Investoren, die wirklich zum Unternehmen passen und euch weiterbringen können.  

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Seid keine „Suderer“ – findet eine Lösung

Auch dieses Jahr war beim Forum wieder ein Start-up von Studierenden der FH St. Pölten vertreten. Johannes Ambrosch, Huang Chen und Alisa Feldhofer, Studierende des Master Studiengangs Interactive Technologies, stellten ARchimedes vor, eine Lern-App für Mathe. Sie erzählten über den Gründungsprozess und gaben den Studierenden folgendes Learning mit auf den Weg: Man braucht immer ein Problem, denn nur, weil eine Idee gut ist, heißt das nicht, dass sie auch funktioniert und gebraucht wird.

„Feedback is king!“

Es ist wichtig, immer wieder Befragungen durchzuführen, um zu wissen, was gut und was schlecht ist – das gab Stefan Atz, Geschäftsführer des Start-ups Benu den Studierenden und Schüler*innen mit auf den Weg. Mit Benu kann man sein eigenes Begräbnis bereits zu Lebzeiten einfach und mit persönlicher Beratung planen. Dadurch sollen die Hinterbliebenen in der Trauerphase entlastet werden.

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Vielfalt an Ideen

Das Forum begeisterte auch dieses Jahr wieder mit den unterschiedlichsten Gründungsideen. So waren neben den beiden bereits genannten Start-ups auch die ARTI-Autonomous Robot Technology GmbH mit der Idee, verschiedene Bereiche der Gesellschaft mit Robotern zu automatisieren, vertreten. 

Welches Auto passt zu mir? – Mit dieser Frage beschäftigen sich die Gründer des Start-ups ALVERI. Mit ihrer App soll die Entscheidung vereinfacht werden und auch unbekanntere Automarken in den Vordergrund gerückt werden. Das Unternehmen beschäftigt sich vor allem mit Nachhaltigkeit, deshalb werden in der App nur Autos vorgestellt, die ohne fossile Brennstoffe auskommen.

Gerd Piber entwickelte die Notfall App NotMe, welche über Sprachsteuerungen in gefährlichen Situationen eingesetzt werden kann, um Hilfe anzufordern. Damit will er vor allem Frauen helfen, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen.

Eine Online-Plattform für Kunst entwickelte Amir Akta. Sein Start-up Return on Art soll den Kunstmarkt weiter öffnen. Mit einer APP kann man ein Bild mit Hilfe von AR direkt an die eigene Wand projizieren, bevor man sich für den Kauf entscheidet.

Ebenfalls wurde das Start-up Semina vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen kleinen Ofen, der mit landwirtschaftlichen Abfällen beheizt werden kann. Daraus entsteht dann Kohle, die wieder weiterverkauft wird.

Den Abschluss der Präsentationen bildete Bärnstein. Lukas Renz lockerte die Stimmung mit einer kurzen Sportübung auf und erzählte im Anschluss von der Gründung des Unternehmens. Als kleines Extra gab es noch Bärnstein-Getränke für die Veranstaltungsteilnehmer*innen.

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Networking beim Forum

Als Abschluss des Forums hatten die Studierenden und Schüler*innen noch die Möglichkeit, sich mit den Gründerservice-Einrichtungen und Start-ups auszutauschen und Fragen zu stellen.

Wir danken unseren Gästen und besonders unseren großzügigen Sponsoren Bärnstein, dem aws, der Sparkasse Niederösterreich und smartup!

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