Alternierendes Fasten und die Auswirkungen auf ausgewählte Körperparameter und psychologische Determinanten bei übergewichtigen Erwachsenen im Vergleich zur Kalorienrestriktion. Welche Empfehlung zur Gewichtsreduktion kann nach einem Kuraufenthalt gegeben werden?

Bachelor Studiengang Diätologie

Birgit Danreiter, BSc und Teresa Schmutz, BSc (Jg. 2012/2015)

Betreuerin: Dr. Elisabeth Höld

  • Präsentation der Bachelorarbeit im Rahmen der 31. Jahrestagung der Deutschen Adipositasgesellschaft DAG, Berlin (D), 15.-17.10.2015

Abstract

Einleitung:

Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas hat in den letzten Jahren stark zugenommen (Branca, Nikogosian & Lobstein, 2007) und liegt in Österreich bei Erwachsenen derzeit bei etwa 40 % (Elmadfa et al., 2012). Die am häufigsten verwendete Methode zur Gewichtsreduktion ist derzeit die Kalorienrestriktion (CR) (Barnosky, Hoddy, Terry, Untermann & Varady, 2014). In letzter Zeit wird jedoch auch alternierendes Fasten (ADF) als Therapie der Adipositas immer bekannter (Varady et al., 2013).

Zielsetzung:

Ziel dieser Bachelorarbeit war es zu untersuchen, inwiefern sich ADF langfristig auswirkt bzw. ob es eine Alternative zur herkömmlichen CR darstellt.

Methodik:

Daher wurde im empirischen Teil dieser Arbeit gemeinsam mit dem Medizinischen Zentrum Bad Vigaun und dem Landeskrankenhaus Salzburg eine Pilotstudie im Parallelgruppendesign über sechs Monate (November 2014 bis April 2015) durchgeführt. Zu drei Zeitpunkten wurden bei den 40 bis 65-jährigen ProbandInnen mit Body Mass Index > 30 kg/m² folgende Daten mittels Messungen und Fragebögen erhoben: Laborparameter, Blutdruck, Gewicht, Bauchumfang, Körperzusammensetzung, Energie- und Nährstoffaufnahme, Essverhalten, Befindlichkeit und subjektiver Gesundheitszustand.

Ergebnisse:

Die statistische Auswertung der Daten hat ergeben, dass kaum signifikante Unterschiede zwischen den Ergebnissen der Interventionsgruppe (ADF) und der Kontrollgruppe (CR) zu verzeichnen sind.

Schlussfolgerungen:

Aufgrund der somit geringen Stichprobe (n=3 je Gruppe bedingt durch eine sehr hohe drop-out Rate) und der damit verbundenen eingeschränkten Auswertungsmöglichkeiten bedeutet ein Fehlen von signifikanten Unterschieden jedoch nicht ohne weiteres, dass ADF als Alternative zur CR empfohlen werden kann. Weiterführende Studien mit größeren ProbandInnenzahlen sind dazu noch notwendig.

Literatur:

Branca, F., Nikogosian, H. & Lobstein, T. (2007). Die Herausforderung Adipositas und Strategien zu ihrer Bekämpfung in der europäischen Region der WHO. Eine Zusammenfassung. Dänemark: WHO.

Elmadfa, I. et al. (2012). Österreichischer Ernährungsbericht 2012 (1. Aufl.). Institut für Ernährungswissenschaften der Universität Wien (Hrsg.). Wien: Eigenverlag des Bundesministeriums für Gesundheit.

Barnosky, A. R., Hoddy, K. K., Unterman, T. G. & Varady, K. A. (2014). Intermittent fasting vs daily calorie restriction for type 2 diabetes prevention: a review of human findings. Translational Research, 164(4), 302–311. doi:10.1016/j.trsl.2014.05.013

Varady, K. A., Bhutani, S., Klempel, M. C., Kroeger, C. M., Trepanowski, J. F., Haus, J. M., Hoddy, K. K. & Calvo, Y. (2013). Alternate day fasting for weight loss in normal weight and overweight subjects: a randomized controlled trial. Nutrition Journal, 12(1), 146. doi:10.1186/1475-2891-12-146