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Digitalisierte Finanzberichterstattung

Monika Kovarova-Simecek schreibt in der Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung über die Reporting Praxis im Kontext der ESEF/XBRL-Umsetzung

Digitalisierte Finanzberichterstattung
Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation: Monika Kovarova-Simecek
Copyright: Kovarova-Simecek

Das Thema beschäftigt die Arbeits- und Forschungsgruppe Financial Communications rund um Monika Kovarova-Simecek, Studiengangsleiterin am Department Digital Business und Innovation schon lange. Seit 2015 forschen und publizieren das Team sowie Studierende des Master Studiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation an der FH St. Pölten zu XBRL.

Aktuelle Erkenntnisse in der IRZ

Die neuesten Erkenntnisse zum Status quo und zur Zukunft des Digital Reporting im Kontext der ESEF/XBRL-Umsetzung kann man in einem Beitrag von Monika Kovarova-Simecek, Patrick Geiger, Michael Hammer, Thomas Neunteufl und Christian Peschel in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Internationale Rechnungslegung nachlesen. Von den Herausgeber*innen wurde der Beitrag zum Top Thema des Monats gewählt. (Hier geht es zum Abstract)

Digitalisierung – Who cares?

Die Digitalisierung der Finanzberichterstattung schreitet voran, wenn auch – gemessen an den technologischen Möglichkeiten – tendenziell langsam. Unternehmen sind nach wie vor zurückhaltend, vertrauen auf altbekannte Systeme. Die eigentliche Triebfeder der Digitalisierung der Finanzberichterstattung sind in der EU die Regulatoren, Aufsichtsbehörden und Gesetzgeber.

Was bedeutet Digitalisierung in der Finanzberichterstattung?

In der Theorie bedeutet es, dass Finanz- und Geschäftsdaten in unterschiedlichen Kontexten und für unterschiedliche Zielgruppen voll automatisiert auf- und verarbeitet werden können. Dafür müssen sie allerdings nicht nur menschen-, sondern auch maschinenlesbar sein. Der Schlüssel dazu ist XBRL (eXtended Business Reporting Language). XBRL ist eine Beschreibungssprache, mit der Finanzdaten in eine maschinenlesbare Form übersetzt werden. Im XBRL-Format können die Daten leicht zwischen Systemen ausgetauscht werden.

Leichter gesagt als getan!

Was technisch leicht möglich ist, ist nicht immer leicht in der Umsetzung. Neue Technologien haben Vorteile, aber auch Nebenwirkungen – Akzeptanzprobleme unter den Mitarbeitenden, organisatorische Herausforderungen oder rechtliche Leerräume, die viele Fragen aufwerfen.

Lösungen in der Reporting Praxis dringend gesucht

Der Beitrag beschäftig sich mit den aktuellen, im Zuge der Implementierung von XBRL entstanden und noch ungelösten Fragestellungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze, auf die die Reporting Praxis dringend wartet.

XBRL – A digital tiger with(out) impact?

Das Thema beschäftigt die EU seit 8 Jahren. Ab 2020 sollte digitale Finanzberichterstattung zumindest für alle börsennotierte Unternehmen in der EU gelebte Praxis werden. Die Autor*innen wagen in dem aufschlussreichen Beitrag nach dem erneuten XBRL-Aufschub mehrerer EU-Länder aber nur einen mäßig optimistischen Ausblick auf den digitalen Fortschritt.

„Am XBRL zeigt sich deutlich, dass die Digitalisierung für Unternehmen ein komplexeres Vorhaben ist. Digitalisierung erschöpft sich nicht in der Technologie. Damit sie aufgeht, sind viele organisatorische und rechtliche Fragen zu klären und Hürden zu meistern. Digitalisierung ist aber nicht zuletzt eine Frage guten Managements und neuer Denkkultur“, sagt Monika Kovarova-Simecek, Leiterin des Studiengangs Wirtschafts- und Finanzkommunikation.

Interesse am Thema Financial Communications geweckt?

Auf unserem Blog Financial Communications finden Sie weitere spannende Beiträge.

 

 

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FH-Prof. Mag. Kovarova-Simecek Monika

FH-Prof. Mag. Monika Kovarova-Simecek

Studiengangsleiterin Wirtschafts- und Finanzkommunikation (MA) Department Digital Business und Innovation Mitglied des Kollegiums 2020 bis 2023