Besuch des Primärversorgungszentrums Haslach

Christoph Redelsteiner und Sonja Geretschläger in Haslach an der Mühl

Das Gesundheitszentrum Haslach an der Mühl (Bezirk Rohrbach OÖ) ist das Primärversorgungszentrum für die rund 5.000 EinwohnerInnen der Region.

Dabei arbeiten Ärzte, KrankenpflegerInnen, Sozialarbeiterin, Logopädin, Hebamme Ergotherapeutin, Logopädin, Diätologin und Ordinationsassistentin interprofessionell in der Betreuung von PatientInnen. Christoph Redelsteiner, Leiter des Master Studiengangs Soziale Arbeit, besuchte seine sozialarbeiterische Kollegin Sonja Geretschläger, die im Primärversorgungszentum als Sozialarbeiterin und Hebamme aktiv ist. Dabei wurden Betreuungsvarianten von PatientInnen mit psychischen/psychiatrischen Erkrankungen, Alkohol- und Drogenkonsum und Aspekte der Armuts- und Einsamkeitsreduktion diskutiert. Beispiele für weitere Aufgaben der Sozialarbeiterin  sind Hausbesuche zur Situationsabklärung und Beratung sowie Unterstützung  pflegender Angehöriger und das Management von Schnittstellen zwischen Sozial- und Gesundheitseinrichtungen.

Redelsteiner stellte das Projekt "GeSo Orth" vor, bei dem Studierende des Master Studienganges Soziale Arbeit unterschiedliche Konzepte für ein ein Gemeinwesenzentrum mit integrierter Gesundheitsversorgung in der Gemeinde Orth an der Donau entwickelten.

"Kooperation von Medizin und Sozialarbeit verbessert Versorgung"

"Durch die Kooperation von Medizin und Sozialarbeit unter einem Dach verbessert sich die Versorgung der PatientInnen und KlientInnen auf vielen Ebenen", meint Sozialarbeiterin Geretschläger. "Unmittelbare  Zuweisungen, weniger Wartezeiten, maßgeschneiderte interdisziplinäre Hilfsmaßnahmen, uvm. Die Mediziner sind oft Türöffner bzw. "Zuweiser" für mich als Sozialarbeiterin, dieser ärztliche Vertrauensvorschuss macht es Betroffenen oft leichter psychosoziale sozialarbeiterische Unterstützung in Anspruch zu nehmen."

Erwin Rebhadl, Hausarzt im Primärversorgungszentrum, sieht die Rolle der Sozialarbeit folgendermaßen: "In einer Primärversorgungseinheit ist eine Sozialarbeiterin/ein Sozialarbeiter ein ganz wichtiges Mitglied des Teams. Für uns Ärzte ist es eine wesentliche Entlastung und Ergänzung. Immer wieder werden Probleme an uns herangetragen, deren Ursache eigentlich im sozialen Bereich liegen. Die Problemlösung gelingt durch Einbeziehung der Sozialarbeiterin im Team dann wesentlich besser und rascher. Die optimale Organisation der häuslichen umfassenden Betreuung von Einzelpersonen und ganzen Familien ist ohne Unterstützung durch die Sozialarbeit kaum möglich. Der Informationsaustausch ist für alle Teammitglieder sehr befruchtend."

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