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Doppelte Auszeichnung beim „Ars Docendi“

Zwei Projekte der FH St. Pölten unter Kategoriensiegern beim Staatspreis für exzellente Lehre

Doppelte Auszeichnung beim „Ars Docendi“
Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil (nahm die Auszeichnung stellvertretend für FH-Dozentin Anita Kidritsch entgegen), Studiengangsleiter Franz Fidler und Katalin Szondy (Programmentwicklung und Innovation)

Bei der Verleihung des „Ars Docendi“, dem Staatspreis für exzellente Lehre im Hochschulbereich, wurden diese Woche gleich zwei innovative Lehrprojekte der FH St. Pölten mit Anerkennungsurkunden ausgezeichnet: Prämiert wurde ein Projekt zwischen dem Bachelor Studiengang Smart Engineering und der HTL St. Pölten, das Redundanzen im Ausbildungsverlauf vermeidet und HTL-Absolventinnen und -Absolventen den Einstieg ins Studium erleichtert. Ebenfalls unter den Bestgereihten befand sich das Projekt „NEUroLOGISCH“ aus dem Studiengang Physiotherapie der FH St. Pölten, das durch Anwendung des Inverted-Classroom-Modells individuelles und praxisbezogenes Lernen ermöglicht. 

Leichtere Anrechnung bereits erworbenen Wissens

In der Kategorie „Konzepte und Beispiele im Bereich kooperativer Lern- und Arbeitsformen über Hochschulen und Hochschulsektoren hinweg“ wurde ein Projekt des Bachelorstudiums Smart Engineering in Kooperation mit der HTL St. Pölten mit einem Top-3-Platz ausgezeichnet. Beim Projekt handelt es sich um eine Partnerschaftsvereinbarung, die im Frühjahr 2017 im Rahmen der ECVET-Initiative der europäischen Kommission abgeschlossen wurde: Absolventinnen und Absolventen der HTL-Bereiche Elektrotechnik, Elektronik und Technische Informatik sowie Maschinenbau können sich damit unter bestimmten Voraussetzung ihre bereits erworbenen Kenntnisse anrechnen lassen und somit bis zu zwei Semester im Bachelorstudium Smart Engineering überspringen. 

„Mit der Kooperation ist sichergestellt, dass das Studium an der FH St. Pölten bestmöglich an die Schulausbildung anschließt und die Schülerinnen und Schüler ihr bereits erworbenes Wissen optimal nutzen können. Damit wird der Schritt von der HTL ins Bachelorstudium Smart Engineering erheblich erleichtert“, erklärt Studiengangsleiter Franz Fidler. „Die Auszeichnung beim ‚Ars Docendi‘ ist eine schöne Bestätigung der gemeinsamen Arbeit mit der HTL St. Pölten, die seit Beginn mit Herrn DI Johann Wiedlack und Herrn Direktor Martin Pfeffel ein wichtiger Partner ist.“

Technologiegestützte Wissensvermittlung in der Physiotherapie

In der Kategorie „Digitale Lehr- und Lernelemente in Verbindung mit traditionellen Vermittlungsformen“ wurde FH-Dozentin Anita Kidritsch für ihr Lehrveranstaltungskonzept im Studiengang Physiotherapie ausgezeichnet. Im Projekt „NEUroLOGISCH“ wurde durch den Einsatz technologiegestützter Methoden im Sinne des Inverted-Classroom-Modells eine bessere Verbindung von methodischem und Fachwissen im Bereich der Neurologie erreicht. 

„Die doppelte Auszeichnung beim ‚Ars Docendi‘ bestätigt die hohe Qualität in der Lehre an der FH St. Pölten und zeigt auch das hohe Engagement unserer Dozentinnen und Dozenten. Innovative Lehr- und Lernmethoden nehmen bei uns einen hohen Stellenwert ein. Wir unterstützen Lehrende aktiv in ihrer hochschuldidaktischen Kompetenzentwicklung und der Konzeption und Umsetzung innovativer Lehr- und Lernszenarien. Ich gratuliere den Kolleginnen und Kollegen herzlich zur Auszeichnung“, so Monika Vyslouzil, Leiterin des Kollegiums der FH St. Pölten.

Über den Ars Docendi

Der „Ars Docendi-Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten Österreichs“ ist bundesweit die einzige Auszeichnung für herausragende Lehrleistungen an allen Universitäten und Fachhochschulen. Er wurde 2013 erstmals in fünf Fachkategorien ausgeschrieben und 2014 auf Fachhochschulen und Privatuniversitäten ausgeweitet.

Über die ECVET-Initiative

ECVET (European Credit System for Vocational Education and Training) ist eine Initiative der Europäischen Kommission, die Mobilitätsbarrieren beseitigen und den Transfer von Gelerntem vereinfachen soll. In der Vereinbarung sind Durchlässigkeit und Anrechnung zwischen einzelnen Bildungssektoren festgehalten. So sollen unnötige Redundanzen im Ausbildungsverlauf vermieden und bereits erlerntes Wissen optimal genutzt werden.