2 min

Dual Studieren: das Beste aus 2 Welten

Studentin Anna Schürmann kombiniert das Bachelorstudium Smart Engineering mit einer Lehre zur Elektrotechnikerin bei Siemens

Die Möglichkeit, Studium und Lehre zu kombinieren, war für Anna Schürmann ausschlaggebend, das Bachelorstudium Smart Engineering an der FH St. Pölten zu beginnen. „Nach dem Abschluss meines Dolmetschstudiums habe ich einfach noch eine Herausforderung gesucht. In der Schule sind mir Mathematik, Physik und Chemie immer leicht gefallen, und so war für mich klar, dass ich ein technisches Studium machen will“, erzählt die 24-Jährige.

Die Kooperation zwischen der FH St. Pölten und Siemens ist das österreichweit erste ausbildungsintegrierte Studium. Die Kombination aus Smart Engineering und Lehre bietet Schürmann die perfekte Kombination aus praktischer Berufsausbildung und wissenschaftlichem Studium.

Berufsfeld Energietechnikerin

Parallel zum Studium in St. Pölten absolviert Schürmann bei der Siemens Energy Austria GmbH die Ausbildung zur Elektrotechnikerin. Nach zweieinhalb Jahren schließt sie die Lehre mit der Facharbeiter*innenprüfung ab.

Nach dreieinhalb Jahren hat sie zusätzlich den Bachelor of Science in Engineering in der Tasche – und damit beste Karrierechancen. „Momentan machen mir das Studium und die Arbeit bei Siemens sehr viel Freude. Ich kann mir gut vorstellen, auch nach dem Abschluss weiter bei Siemens tätig zu sein. Am liebsten im Bereich der Energietechnik“, so Schürmann.

Energietechniker*innen errichten, warten und entwickeln in Kraftwerken die elektrische Infrastruktur. „Im Herbst waren wir einige Wochen bei der OMV und haben dort an konkreten Projekten gearbeitet. Dieser Bereich würde mich auch in Zukunft sehr interessieren“, erzählt Schürmann, die sich momentan im zweiten Semester ihres Studiums befindet.

Enger Wissenstransfer

Nach einer intensiven Arbeitswoche bei Siemens ist Schürmann freitags und samstags an der FH St. Pölten und setzt sich dort mit den Grundlagen in den Bereichen IT, Elektrotechnik und Maschinenbau auseinander. Nach den ersten beiden Semestern gibt es die Möglichkeit, sich in den Bereichen Smart Manufacturing und

Smart Automation zu vertiefen. Ziel des Studiengangs ist es, Studierende für das interdisziplinäre Aufgabengebiet der Industrie 4.0 auszubilden und die Anwendung digitaler Technologien und innovativer Geschäftsmodelle mit modernster Industrieproduktion zu verknüpfen. „Neben den Grundlagen lerne ich im Studium vor allem, wie man in verschiedenen Industriebranchen Probleme und Herausforderungen identifiziert und mithilfe digitaler Technologien löst“, so Schürmann.

Faible für Teamarbeit

Wenn es darum geht, Lösungen für Problemstellungen zu finden, arbeitet Schürmann besonders gerne im Team. Dabei profitiert sie von der guten Durchmischung in ihrem Jahrgang hinsichtlich Alter, Berufserfahrung und Ausbildungsstand: „Einige haben eine HTL absolviert, einige stehen schon länger im Berufsleben und bringen eine dementsprechend große Erfahrung mit.

Das ist ein großer Vorteil, wenn man sich zu Problem- und Aufgabenstellungen austauschen kann und von der Erfahrung der Kolleg*innen profitiert.“ Auch an der FH steht der praxisorientierte Zugang zu den Lehrinhalten im Vordergrund. „Wir haben neulich mit einem Physical Computing Kit geübt und so spielerisch Erfahrungen mit dem Programmieren von Werkzeugen gesammelt.“

Karriere in der internationalen Arbeitswelt

Obwohl die Freizeit durch das dichte Programm mit Lehre und Studium rar ist, nutzt Schürmann die Zeit gerne, um sich mit Freund*innen zu treffen oder ins Fitnessstudio zu gehen. Einmal im Jahr besucht sie auch ihre Mutter in Russland. Schürmann ist in Moskau aufgewachsen und spricht Russisch, Deutsch und Englisch.

Obwohl sie eine Tätigkeit als Dolmetscherin nicht mehr interessiert, würde sie ihre Sprachkenntnisse in Zukunft gerne auch beruflich nutzen. „Sich in mehreren Sprachen verständigen zu können, ist definitiv ein großer Vorteil in einer internationalen Arbeitswelt“, so Schürmann. Mit der einzigartigen Kombination aus Studium und Lehre stehen ihr ohnehin alle Türen offen.

Smart Engineering studieren

Virtual & Augmented Reality, das Internet der Dinge, Cyber-Security: Smart Engineering verknüpft die Herstellung von Produkten in der modernen Industrie mit digitalen Technologien und den dazugehörigen Geschäftsmodellen.

In enger Kooperation mit ca. 70 Partnerunternehmen bildet der duale Studiengang Smart Engineering an der FH St. Pölten Expert*innen im stark interdisziplinären Aufgabengebiet der „Industrie 4.0“ aus. Stets unter Berücksichtigung des wichtigsten Faktors in der Produktion – des Menschen.

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!
FH-Prof. Dr. Felberbauer Thomas, MSc

FH-Prof. Dr. Thomas Felberbauer, MSc

Studiengangsleiter Smart Engineering (BA) Department Medien und Digitale Technologien