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„Ein Ort zum Leben und Lernen“

Christian F. Freisleben-Teutscher gibt Einblicke in das Konzept hinter den Lehrräumen am neuen Campus St. Pölten.

„Ein Ort zum Leben und Lernen“
Visualisierung: Selbstlernzone FutureLab
Copyright: Visualisierung Expressiv/NMPB Architekten

Im Interview verrät Christian F. Freisleben-Teutscher vom Kompetenzzentrum für Hochschuldidaktik SKILL, wodurch sich die Unterrichtsräume am neuen Campus auszeichnen werden und worauf sich die Studierenden besonders freuen können. 

Der Campus St. Pölten wird sich durch innovative Lehr- und Lernräume auszeichnen. Woher stammt das Konzept dafür?

Freisleben: Wir haben vor der Planung des neuen Campus St. Pölten intensiv recherchiert und auch andere Hochschulen, unter anderem in Deutschland, der Schweiz und Österreich, besucht und uns verschiedene Konzepte angesehen. Dabei fiel ganz klar auf: Moderne Lehr- und Lernräume müssen vor allem eines sein: so flexibel wie möglich. Das Mobiliar muss leicht an neue Unterrichtssituationen anpassbar sein, das heißt Tische sollten leicht rollbar und Stühle stapelbar sein, um so auch Einzel- und Kleingruppenarbeiten oder andere Lernszenarien leicht und unkompliziert umsetzen zu können. Diese Erkenntnisse haben wir in die Planung des neuen Campus St. Pölten einfließen lassen.

Anforderungen an Räume können sich im Lauf der Zeit natürlich verändern.

Freisleben: Ganz genau, daher ist es mir wichtig zu betonen: Das ist kein abgeschlossener Prozess. Man muss sich auch künftig immer wieder die Frage stellen: „Wie werden welche Räume aktuell genutzt?“ und sich auf Basis dieser Erkenntnisse überlegen, wie Räume und Ausstattungen weiterentwickelt werden können. Dafür benötigt es einen laufenden Dialog mit Studierenden, Alumni, Lehrenden, Forscher*innen etc.

Welchen Stellenwert wird die digitale Lehre künftig einnehmen?

Freisleben: Jeder physische Lernraum wird in Zukunft immer auch eine digitale Ebene haben. Das heißt, im Sinne des Blended Learnings rücken hybride Settings, in denen sich Präsenzlehre und E-Learning ergänzen, stärker in den Fokus. So werden die Seminarräume entsprechend technisch ausgestattet, um, wo sinnvoll, auch Fernlehre-Elemente zu ermöglichen. Wir werden hier sehr stark auf kollaborative Tools setzen. Außerdem bieten wir Lehrenden im Rahmen unseres Zertifikats für Hochschuldidaktik auch verstärkt Weiterbildung in der Konzeption und Umsetzung hybrider Unterrichtssettings an.

Worauf können sich die Studierenden am neuen Campus freuen?

Freisleben: Der neue Campus wird einerseits noch mehr Raum für ungestörte Einzel- und Gruppenarbeiten bieten, zudem ein modern ausgestattetes Learning Lab, das flexibel von den Studierenden genutzt werden kann. Der Campus soll künftig aber viel mehr als ein Ort zum Studieren und Lernen sein: Mit gemütlichen Sitznischen und individuell nutzbaren Räumen, dem neuen Campus Garten samt Freiluftklassen und vielen weiteren Möglichkeiten wird der Campus zu einem Ort der Begegnung und einem „zweiten Zuhause“, an dem Leben und Lernen noch stärker verzahnt werden.

Zur Person

Christian F. Freisleben-Teutscher ist im Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen (SKILL) der FH St. Pölten tätig, zudem lehrt er und forscht er hier und war von Anfang an bei der Entwicklung des neuen Campus involviert.