NEETS*: Ilse Arlt Institut lud zum Symposium

NEETS an der FH St. Pölten

Am 9. Oktober 2017 tagten Menschen aus der Forschung und Praxis an der Fachhochschule St. Pölten zu jungen Menschen im Arbeits- und Ausbildungskontext

Unter dem Titel „NEETS*: Wege zur gesellschaftlichen Teilhabe. Politische Ziele und praktische Umsetzung“ lud das Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung zu einem Symposium an der Fachhochschule St. Pölten. NEETs sind junge Menschen, die keine Schule besuchen, keiner Arbeit nachgehen und sich nicht in beruflicher Ausbildung befinden und dies auch nicht unmittelbar anstreben. In Österreich gehören über 75.000 Personen im Alter von 15 bis 24 Jahren zu dieser Gruppe.

Im Rahmen dieser Veranstaltung diskutierten Expertinnen, Experten und PraktikerInnen Themen bezüglich der Bedürfnisse der Jugendlichen sowie Interventionsmöglichkeiten und Erwartungen an die Jugend- bzw. Sozialarbeit. Auch gesellschaftspolitische Zielsetzungen in Österreich und der EU waren Thema der Veranstaltung. Das vor Ort vorgestellte europäische Projekt „Dayplot“ analysiert und vergleicht Projekte zu deren Inklusion aus Österreich, Norwegen, Nordirland, Italien und Spanien und richtet dabei den Fokus insbesondere auf die Bedürfnisse und das Potential der Jugendlichen sowie auf die unmittelbare Einbeziehung am Arbeitsmarkt.

In einem anschließenden World Café diskutierten die gut 40 teilnehmenden Fachkräfte aus Österreich und dem europäischen Ausland das Gehörte und betonten ihrerseits die Notwendigkeit multidisziplinärer und beteiligungsorientierter Ansätze, in denen junge Menschen Gelegenheit haben, ihre Rechte und Möglichkeiten kennen zu lernen und die neben breiten persönlichkeits- auch demokratiebildende Elemente beinhalten.

Inklusion: selbstbestimmtes Leben und Mitgestaltung von Gesellschaft

Michaela Moser, Dozentin der FH St. Pölten unterstrich ein Verständnis von Inklusion, das die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens und der Mitgestaltung von Gesellschaft erweitert. „Es ist notwendig, gemeinsam mit den Jugendlichen auch an den dafür notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen zu arbeiten“, so Moser abschließend.

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