Rechtsextremismus bei Jugendlichen bekämpfen

Eva Grigori, Dozentin am Department Soziales

Eva Grigori referierte im Bildungshaus St. Hippolyt über Rechtsextremismus bei Jugendlichen. Diese Woche ist sie beim Social Work Science Day zu Gast.

Am Donnerstag, den 11. Mai 2017, fand im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten eine Fachtagung zum Thema „Kinder und Jugendliche stärken – Präventionsarbeit in Jugendeinrichtungen“ statt. Dabei leitete auch die FH-Dozentin Eva Grigori einen Workshop.

Rechtsextremismus als pädagogische Herausforderung

An dem Workshop mit dem Titel „Rechtsextremismus als pädagogische Herausforderung“ nahmen 13 Personen teil, darunter Sozialpädagoginnen und -pädagogen, SozialbetreuerInnen in Ausbildung, Jugendcoaches, SchulsozialarbeiterInnen sowie Leitungspersonal.

Zunächst unterhielt man sich darüber, was Rechtsextremismus überhaupt ist und verglich dies mit Beispielen aus der Praxis und aus dem Privatleben. Die TeilnehmerInnen stellten fest, dass es langfristige Präventionsmaßnahmen brauche und man bei sich selbst beginnen müsse, um Jugendlichen eine Hilfe zu sein. Außerdem geht es darum, auch junge Menschen zu stärken, die eine hohe Demokratieorientierung ausweisen und nicht nur auf „auffällige“ Minderjährige zu reagieren. Vermeintliches Scheitern muss dabei als Chance begriffen werden und nicht als individuelles Versagen. Auch die Hoffnung, aus jungen Menschen die „besseren “ zu machen und eine 100-Prozentigkeit zu erreichen, die die Erwachsenenwelt nicht bieten kann, kann hinderlich sein. „Die Einsicht in Begrenzungen des Handelns sollte jedoch nichts daran ändern, dass Ignorieren zu keinerlei Erfolgen führt“, so Grigori. „Die Kunst besteht darin, Momente und Settings zu schaffen, in denen Auffälligkeiten thematisiert werden können.“

18. Mai 2017: Social Work Science Day

Eva Grigori ist seit 2016 Dozentin an der Fachhochschule St. Pölten. Sie lehrt und forscht unter anderem zu den Themen Soziale Diagnostik und Jugend und Sozialpädagogik.

Am Social Work Science Day am 18. Mai 2017 an der FH St. Pölten wird sie gemeinsam mit Peter Pantuček-Eisenbacher einen Workshop mit dem Thema „Was heute extrem ist, kann morgen schon normal sein“ halten.

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