Stationenbetrieb: Methodenevaluierung zur Schulung des Ernährungsverhaltens bei Jugendlichen

#Diätologie (BA) #Studierenden-Projekt

Es wurden 3 Methoden zur Schulung des Ernährungsverhaltens bei 15- bis 18-jährigen Jugendlichen ausgewählt, adaptiert und an einer HBLFA in Form eines Stationenbetriebes an den SchülerInnen getestet.

  • Projektleitung:
    FH-Prof. Mag. (FH) Ramler Heidemarie
  • Projektleitung:
    Studentische Projektleitung: Magdalena Ludl
  • Externe MitarbeiterInnen:
    Studentisches Projektteam: Nina Egerer, Elena Schlager, Marion Hauser, Katharina Heigl, Patricia Teubel
  • PartnerInnen:
    Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt in NÖ
  • Laufzeit:
    24.10.201822.05.2019
  • Kategorie:
    Studierenden-Projekt
  • Projektstatus:
    abgeschlossen
Projektgruppe, v.l.n.r.: Nina Egerer, Elena Schlager, Katharina Heigl, Patricia Teubel, Marion Hauser, Magdalena Ludl

Einleitung

Sechs Diätologie-Studentinnen des vierten Semesters führten das Projekt „Stationenbetrieb zur Evaluierung von Methoden zur Schulung des Ernährungsverhaltens bei Jugendlichen“ gemeinsam mit SchülerInnen einer HBLFA durch.

Zielsetzung

Ziel war es, verschiedene Methoden zur Veränderung des Ernährungsverhaltens an übergewichtigen Jugendlichen zu testen, um deren Eignung in einem Schulungsprogramm zur Reduktion von Übergewicht und Adipositas einzuschätzen. Am Stationenbetrieb nahmen elf SchülerInnen im Alter von 16 bis 17 Jahren teil.

Methodik

In einem Klassenraum wurden drei verschiedene Stationen aufgebaut und von den Studentinnen betreut. Die SchülerInnen konnten aufschlussreiche Erfahrungen in den Bereichen „Sensorik“, „Zuckergehalt in Getränken“ und „Ernährungspyramide“ sammeln.

Bei der Sensorikstation konnten die Jugendlichen ihr Wissen unter Beweis stellen. Vom Kräuter „erriechen“ bis zur Blindverkostung von Lebensmitteln waren alle Sinne gefragt.

Bei der nächsten Station wartete ein Schätzspiel zum Zuckergehalt in verschiedenen Getränken auf sie. Nach der Auflösung versuchten sie den Fruchtgehalt von unterschiedlichen Orangensäften herauszuschmecken.

Bei der letzten Station konnten sie ihre individuellen Ernährungsgewohnheiten mithilfe der Ernährungspyramide und den betreuenden Studentinnen visualisieren. Obwohl den meisten die Ernährungspyramide bekannt war, gab es trotzdem den ein oder anderen „Aha-Moment“, als sie dann ihre eigene Lebensmittelauswahl vor Augen hatten.

Ergebnisse

Laut den Schülerinnen und Schülern waren bei dem Projekttag einige neue und interessante Dinge dabei, die sie nicht so schnell vergessen werden. Durch die Sensorikstation wurde ihnen bewusst, wie wichtig es ist, sich Zeit beim Essen zu nehmen – schließlich spielt das Genießen eine bedeutende Rolle. Manche wurden durch das Schätzspiel darauf aufmerksam, dass sie am Ende des Tages oft doppelt so viel Zucker gegessen bzw. getrunken haben, als empfohlen. Zukünftig werden die SchülerInnen versuchen mehr darauf zu achten, welche Getränke sie auswählen.

Im Anschluss an den Stationenbetrieb wurden die SchülerInnen im Rahmen einer Fokusgruppe zur Attraktivität und Eignung der gewählten Methoden im Zuge eines Schulungsprogramm bei Übergewicht und Adipositas befragt. Diese qualitative Erhebung fand im Rahmen von Bachelorarbeiten des sechsten Semesters statt.

Alles in allem war es für die SchülerInnen sowie für die Studentinnen ein gelungener Projekttag, bei dem sich beide Seiten einiges mitnehmen konnten.