Telling Stories With Data

#Digital Design (MA) #Digital Media Production (MA) #Medientechnik (BA) #/Medien & Digitale Technologien #Studierenden-Projekt

Ein Projekt der Creative Media Summer School 2020 zum Thema Datenvisualisierung und Animation vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

Telling Stories With Data
Telling Stories With Data

Im Rahmen der Creative Media Summer School 2020 wurde das Projekt "Telling Stories With Data" umgesetzt, das sich mit der Corona-Pandemie in unterschiedlichen Ländern befasst.

Es ist in Zusammenarbeit von Studierenden der Studiengänge Digital Design, Digital Media Production und Medientechnik entstanden und dreht sich um die Frage, wie sich Daten anschaulich und verständlich visualisieren lassen.

Umsetzung

Die Teilnehmer*innen wurden am ersten Workshop-Tag zunächst an das Thema Datenvisualisierung herangeführt. Nach einem theoretischen Input wurde in der Praxisphase eine große Zahl grober Skizzen zu unterschiedlichen Visualisierungsmöglichkeiten angefertigt.

Die Projektgruppe entschied sich dann, Datensätze zur Übersterblichkeit in Europa und Österreich im Jahr 2020 näher zu analysieren und erste Datenvergleiche von Ländern im Umgang mit der Pandemie, insbesondere im Hinblick auf die präventiven Maßnahmen zur Ausbreitung des Virus und der Todesfälle, anzustellen. Erste Konzeptskizzen entstanden, die laufend verfeinert wurden.

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Der zweite Workshop-Tag befasste sich mit dem Erstellen von narrativen Storyboards, bei denen es darum geht, Ideen einer Geschichte zu visualisieren, Schlüsselszenen und Abläufe der Szene zu skizzieren und anzuordnen. Das Projektteam plante die unterschiedlichen Einstellungen für die später folgende Animation sowie die Übergänge. Besonderes Augenmerk lag auf der Dramaturgie.

Die Gruppe entschied sich für die sogenannte Myth Buster Struktur: Sie zeigten auf, wie unterschiedliche Länder auf die Pandemie reagiert haben und welche Konsequenzen und Auswirkungen das auf die Todesfälle hatte.

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Die möglichen digitalen Darstellungsformen waren Thema am Workshop-Tag 3: Die Gruppe diskutierte die nächsten Schritte und notwendigen Tools für die geplanten Infografiken, analysierte noch einmal eingehend die vorliegenden Daten und setzte diese mittels Onlinetools und Adobe Illustrator in Form unterschiedlicher Diagrammarten digital um, damit die passende Darstellungsform gefunden werden konnte.

Das Storyboard wurde noch einmal überarbeitet und die für die Animation endgültige Version festgelegt. Abschließend erstellte die Gruppe ein Moodboard in Pinterest, bestimmte eine einheitliche Designsprache und gestaltete erste digitale Skizzen und Visualisierungen in Figma und Illustrator.

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Am vorletzten Tag des Workshops wurden Einblicke in die Umsetzung der Animationen mithilfe von After Effects gewährt. Ein Crash-Kurs zur Erstellung simpler Animationen lieferte die nötigen Skills. Anhand der Übung wurden erneut gruppenintern die geplanten Animationen besprochen und am Nachmittag bereits erste Testanimationen angefertigt.

Darauffolgend wurden die finalen Datensätze bestimmt und in Excel vorvisualisiert und in Illustrator importiert. Im Anschluss wurden die Graphen an die festgelegte Designsprache angepasst und die benötigten Icons skizziert und designt. Anschließend galt es, die Designelemente richtig zu gruppieren und für die After Effects passend aufzubereiten.

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Der letzte Tag des Workshops wurde ausschließlich der Fertigstellung der Animation gewidmet. Hierfür wurden die letzten Animationen erstellt, verfeinert und im Anschluss gerendert. Zu guter Letzt wurde die Video-Sequenz musikalisch untermalt und die finale Version für die Endpräsentation exportiert.

Das fertige Video

Fazit

Die fünf Workshop-Tage boten einen umfassenden theoretischen und praxisorientierten Überblick zur Gestaltung und Aufbereitung von Daten. Mithilfe der theoretischen Einführung in die Visualisierungsarten von Daten, der narrativen und dramaturgischen Grundlagen zum Aufbau der Geschichte, die mit den Daten erzählt werden soll, praxisorientierter Einheiten zur analogen sowie zur digitalen Gestaltung konnten sich die Beteiligten ein umfangreiches Repertoire an neuen Fähigkeiten aneignen und innerhalb kürzester Zeit eine animierte Infografik konzipieren und umsetzen.

"Wir haben außerdem gelernt, dass das Herzstück der Infografik passende und aussagekräftige Daten sind, aus denen sich anschließend eine spannende Geschichte formen lässt. Die Datenexploration ist deshalb ganz wesentlich, denn sie bietet die Basis für die Geschichte", so die Projektgruppe rückblickend.

Durch die interdisziplinäre Gruppeneinteilung konnte das Projekt besonders schnell und effizient umgesetzt sowie Fähigkeiten und erworbenes Wissen unter den Teammitgliedern ausgetauscht werden. "Wir konnten so nicht nur bereits vorhandenes Wissen verfestigen und verfeinern, sondern auch neue Disziplinen erforschen."