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Ein Zentrum für die Gesundheit

3 Fragen an die Gründer des Gesundheitszentrum Breitenfurt, Stefan und Cornelia Rottensteiner.

Ein Zentrum für die Gesundheit
Stefan und Cornelia Rottensteiner leiten seit Herbst 2019 das PräHabzentrum Breitenfurt.
Copyright: Florian Schubert

Vom zweiten Standbein bis hin zum freiwilligen Engagement: Lektor*innen, Studierende und Mitarbeiter*innen leisten auch außerhalb der FH St. Pölten Herausragendes: In unserer Serie „Nachgefragt“ stellen wir über die nächsten Wochen Personen vor, die sich während der Coronakrise besonders engagieren.

FH-Dozent Stefan Rottensteiner und Physiotherapeutin Cornelia Rottensteiner gründeten 2019 gemeinsam das Prähabilitationszentrum Breitenfurt. In der Gemeinschaftspraxis stehen Ordinations- und Therapieräume für zahlreiche Gesundheitsberufe zur Verfügung.

Was bietet ein Prähabzentrum und was ist eure Rolle?

Das PräHab Zentrum Breitenfurt bietet selbstständigen Therapeut*innen Räumlichkeiten für das Ausüben ihrer Tätigkeiten. Die Bandbreite reicht dabei von Physiotherapie, Ergotherapie über Diätologie bis hin zu Psychotherapie. Zusätzlich ist im Zentrum ein praktischer Arzt angesiedelt. Neben den Ordinations- und Praxisräumen gibt es noch einen Massageraum und einen Raum für Gruppentherapien. Wir können so ein breites Spektrum an Gesundheitsdienstleistungen anbieten und die Bedürfnisse in der Region gut abdecken.

Als Betreiber dieses Zentrums stellen wir die Räumlichkeiten zur Verfügung und kümmern uns darum, dass alle im Haus bestmöglich ihren Tätigkeiten nachgehen können. Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben natürlich zusätzliche Herausforderungen und Aufgaben mit sich gebracht.

Wie hat sich eure Arbeit mit Beginn der Coronakrise verändert?

Obwohl es für Psycho- und Physiotherapeut*innen nie ein offizielles Berufsverbot gab, war ein Praktizieren nicht mehr möglich. Wir haben darauf reagiert und die Praxisräume des praktischen Arztes vergrößert, um die strengen Hygienevorschriften einhalten zu können. Durch die Einrichtung eines Triage-Systems ist es uns gut gelungen, die Patientenströme zu lenken und die Risiken einer Ansteckung von Personal und Patient*innen möglichst gering zu halten. Seit letzter Woche betreuen unsere Physiotherapeut*innen wieder Akutpatient*innen. Kommende Woche können wir – unter strengen Auflagen – wieder den Regelbetrieb aufnehmen.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen das Zentrum zu gründen und was sind eure Pläne für die Zukunft?

Die Idee zur Errichtung des Zentrums hatten wir bereits 2016. Durch die Nähe zu Wien ist gerade in Breitenfurt das Angebot im therapeutischen Bereich relativ klein. Nach zwei Jahren intensiver Planung haben wir 2018 mit dem Bau begonnen und konnten im Oktober 2019 den Betrieb aufnehmen. Das war natürlich eine herausfordernde Zeit, wir sind aber überzeugt, dass wir mit dem Zentrum einen wichtigen Beitrag für die Versorgung in der Region leisten können. Für die nächsten Jahre planen wir den Ausbau zu einem Primärversorgungszentrum. Voraussetzung dafür ist, dass noch ein zweiter praktischer Arzt bei uns im Zentrum seine Hausarztpraxis eröffnet.

Zur Person: Stefan Rottensteiner ist Dozent im Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FH St. Pölten und stellvertretender Lehrgangsleiter des akademischen Lehrgangs Präklinische Versorgung und Pflege. Cornelia Rottensteiner ist als Physiotherapeutin auf die Behandlung von Patient*innen mit kardiorespiratorischen Krankheiten spezialisiert. Das Ehepaar leitet seit Oktober 2019 das PräHabzentrum Breitenfurt.