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Exzellente Forschung in Niederösterreich

Neue Gesellschaft für Forschungsförderung – erfolgreiche und forschungsstarke FH St. Pölten

Claudia Gusenbauer (BOKU), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Brian Horsak (FH St. Pölten)
Copyright: NLK Pfeiffer

Das Land Niederösterreich überarbeitet die Vergabe seiner Mittel aus der FTI-Strategie (Forschung, Technologie, Innovation), die in Zukunft komplett über kompetitive Förder-Calls vergeben werden. Dazu wird die bisherige NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB) in eine neue Gesellschaft für Forschungsförderung umgebaut. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat die neue Gesellschaft heute vorgestellt. Das Land NÖ hat im Zuge dessen auch sein Call Jahresprogramm 2021 präsentiert.

Bei der Präsentation waren mehrere niederösterreichische Forscher*innen anwesend, um über ihre NFB-Projekte und ihre Forschung zu sprechen. Darunter war auch Brian Horsak vom Institut für Gesundheitswissenschaften der FH St. Pölten.

Wesentliche Unterstützung für den Schwerpunkt Digital Health an der FH St. Pölten

Horsak begann vor 11 Jahren als junger Forscher kurz nach Abschluss seines Studiums an der FH St. Pölten zu arbeiten. In dieser Zeit hat er mit mehreren Projekten den Forschungsschwerpunkt Motor Rehabilitation aufgebaut.

Unter anderem hat er bei der Einrichtung des Center for Digital Health Innovation (CDHI) ​im Jahr 2016, der Entwicklung des Studiengangs Digital Healthcare und beim Aufbau eines Digital Health Lab maßgeblich mitgewirkt. Die aktuellste Station ist eine vom Land NÖ geförderte Stiftungsprofessur für Angewandte Biomechanik in der Rehabilitationsforschung, die auf Initiative von Brian Horsak entstand und derzeit eingerichtet wird.

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Digital Health Lab, Foto: FH St. Pölten / Florian Kibler

„Brian Horsak hat erfolgreich viele Projekte bei der NFB eingereicht. Die FH St. Pölten baut seit einigen Jahren das CDHI – Center for Digital Health and Social Innovation auf. Mit den Förderungen durch die Niederösterreichische Forschungs- und Bildungsgesellschaft wird dieses zukunftsweisende interdisziplinäre Themenfeld deutlich gestärkt, damit wir auf nationaler und zunehmend auch auf europäischer Ebene wirksam werden können“, sagt Hannes Raffaseder, Chief Research and Innovation Officer der FH St. Pölten.

Auch viele andere Forscher*innen der FH St. Pölten aus allen Fachbereichen haben sich in den letzten Jahren erfolgreich an NFB-Calls beteiligt.

Im Folgenden drei Fragen an Brian Horsak zu seiner Forschung und seine Antworten:

Wie sehen Sie kompetitive Förderinstrumenten und Calls als gängiges Förderinstrument in der Community?

Neben der chancengleichen Vergabe von Fördermitteln an alle Forscher*innen in Niederösterreich, stellen kompetitive Förderinstrumente v. a. für Jungforscher*innen ein wichtiges Instrument für deren Entwicklung dar. Egal ob auf nationaler oder internationaler Ebene, Forschungsförderung ist in den meisten Fällen höchst kompetitiv, ähnlich ist es beim Publizieren in anerkannten Fachzeitschriften. Die Arbeiten werden stets durch externe und unabhängige Reviewer evaluiert. Oftmals ist das auch ein sehr kritischer Prozess, der durchaus auch dazu führen kann, dass man Teile seiner Arbeit verwerfen und neudenken muss.

Mit solchen Rückschlägen umgehen zu lernen und mehr die Chancen darin zu sehen als das Scheitern, sind meiner Meinung nach wichtige Fertigkeiten, die schlussendliche erfolgreiche Forscher*innen ausmachen. Mit der neu aufgestellten Förderstruktur im Land NÖ werden Jungforscher*innen ebenso wie bereits etablierte Forscher*innen dabei unterstützt, wettbewerbsfähig für nationale, aber v. a. auch internationale Fördertöpfe der EU zu werden.

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Brian Horsak und das Ganganalyseteam der FH St. Pölten, Credit: FH St. Pölten / Florian Kibler

Welche Chancen haben sich für Sie durch Förderungen aus den Calls der NFB ergeben?

Möchte man sich als Forscher*in, v. a. als Jungforscher*in in einem Fachgebiete etablieren, so muss man die Möglichkeit haben, sich beständig über einen längeren Zeitraum von idealerweise mehreren Jahren durchgehend mit einem Forschungsthema zu beschäftigen. Erst das erlaubt es, die nötige Tiefe in einem Fachgebiet zu erlangen, um mit der Forschung dann zum Wohl unserer Gesellschaft beitragen zu können.

Genau diese Möglichkeit haben mir die Life Sciences Calls der letzten Jahre gegeben. Ohne diese Finanzierung wäre es mir nur sehr schwer bis vermutlich gar nicht möglich gewesen, meine Forschung im Bereich der Biomechanik, Rehabilitation und Digitalisierung nachhaltig aufzubauen. Dank dieser Förderung betreiben wir aber heute Forschung, die für den medizinischen Alltag in der Gang- und Bewegungsanalyse und Rehabilitation relevant ist. Dafür bin ich sehr dankbar und zugleich auch sehr stolz.

Wie beschreiben Sie Ihre Forschung?

Forschung ist meine berufliche Leidenschaft. Etwas in unserer Gesellschaft zum Positiven zu bewegen mein hehres Ziel. Mit meiner Kreativität, meinem visionären Denken und meiner Fachexpertise möchte ich dabei helfen, Innovationen in der Digitalisierung für die Lösung von Problemstellungen im Gesundheitswesen nutzbar zu machen.

Derzeit zielt meine Arbeit darauf ab, maschinelles Lernen (umgangssprachlich „künstliche Intelligenz“), Virtual-Reality-Technologien und modernste Bewegungsanalyseverfahren (z. B. Motion Capturing) zu kombinieren, um damit die klinische Praxis und die medizinische Entscheidungsfindung in der Prävention und Rehabilitation nach (neuro-)orthopädischer Erkrankung, Verletzung oder Operation zu unterstützen.

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FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Horsak Brian

FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Brian Horsak

Leiter Center for Digital Health and Social Innovation Senior Researcher Institut für Gesundheitswissenschaften Department Gesundheit
Mag. Permoser Gabriele

Mag. Gabriele Permoser

Leiterin FH-Service
Forschung und Wissenstransfer
FH-Prof. Dipl.-Ing. Raffaseder Hannes

FH-Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder

Geschäftsführung | Chief Research and Innovation Officer (CRO and CINO)