FH St. Pölten bei Simulationsbewerb in Tschechien

FH-Professor Christoph Redelsteiner bei Simulationswettbewerb in Tschechien

Der Master Studiengang Soziale Arbeit nahm am Rettungsdienst-Simulationsbewerb in Tschechien teil.

Welche Rolle spielt die Soziale Arbeit bei einem Rettungseinsatz? Wird an familiäre, nachbarschaftliche Lösungsstrategien gedacht? Werden Ressourcen im Gemeinwesen aktiviert? Diesen Fragen ging der Master Studiengang Soziale Arbeit im Rahmen einer Feldforschung beim Rettungsdienst-Simulationsbewerb im Altvatergebirge (Tschechien) nach.

29 Teams aus 14 Nationen

Der zu lösende Fall des Bewerbs: Ein dreizehnjähriger Junge hatte aus Überforderung die Rettung  für seinen Großvater gerufen. Dieser verweigerte seit einem Tag Essen und Trinken. Die Eltern des Jungen – die langjährig pflegenden Angehörigen des Großvaters – waren auf Kurzurlaub gefahren und nicht erreichbar. Insgesamt 29 Teams aus 14 Nationen waren im internationalen Bewerb und je 30 Teams im Notarzt- bzw. Notfallsanitäterbewerb im tschechisch/slowakischen Wettbewerb.

Punktestärkstes Team war ein Paramedicteam (= Notfallsanitäter mit besonderer Ausbildung) vom staatlichen Rettungsdienst British Columbia (Kanada). In der Notarztkategorie siegte ein gemischtes Kanadisch-Slowakisches Team aus Essex County und dem St. Michael Krankenhaus Bratislava. Gefordert waren neben der medizinischen Untersuchung des alten Mannes die Suche nach einer kurzfristigen Betreuungsstrategie für den Senior und seinen Enkel.

In der Jury der internationalen Station war Christoph Redelsteiner, selbst Sozialarbeiter, Notfallsanitäter und Studiengangsleiter des Masters Soziale Arbeit an der FH St. Pölten, zusammen mit Erwin Feichtelbauer, Notfallsanitäter der Berufsrettung Wien und Patrik Lausch vom Staatlich Ungarischen Rettungsdienst im Einsatz.

Einbeziehung von SozialarbeiterInnen

Im internationalen Wettbewerb zeigten sich unterschiedlichste Strategien, die Einbindung von SozialarbeiterInnen vor Ort wurde oft ausgelöst. Verbesserungsmöglichkeiten zeigten sich beispielsweise im Bereich der Angehörigenaufklärung und der Analyse, ob unmittelbare lokale soziale Netzwerke zur Hilfestellung für die beiden Betroffenen aktiviert werden könnten.

Links

Jetzt teilen: