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(K)eine Rebellion in der Sozialen Arbeit

Social Work Science Day am 6. Mai

(K)eine Rebellion in der Sozialen Arbeit
(K)eine Rebellion in der Sozialen Arbeit

Der Social Work Science Day 2021 will sich unter dem Motto "(K)eine Rebell*in: 20 Jahre Ausbildung und Forschung" der Abschaffung der Rebellion in der Sozialen Arbeit widersetzen. Drei Keynotes skizzieren die Entwicklung der Ausbildung in der Sozialen Arbeit in St. Pölten in den letzten 20 Jahren und in dem Zusammenhang Aspekte der Professionalisierung. Eine Posterpräsentation und Workshops geben Einblick in aktuelle Lehrforschungsprojekte. Den rebellischen Aspekt können Teilnehmer*innen gemeinsam online diskutieren und finden.

Akademisierung, Praxis, Theorie und Rebellion

 Im Jahr 2001 wurde aus der dreijährigen Ausbildung von Sozialarbeiter*innen an den „Bundesakademien für Sozialarbeit“ ein Studium an Fachhochschulen. Der Wechsel aus dem berufsbildenden Schulwesen in den Bereich der angewandten Hochschulwissenschaften hat die Professionalisierung und Akademisierung verstärkt.

„Aus Anlass dieses Jubiläums wollen wir heuer die Profession und ihre Ausbildung kritisch beleuchten. Gibt es noch Rebellion in der Sozialen Arbeit – die Widerspenstigkeit, verbunden mit der Kraft der Empörung? Sind Demos durch Studierende, Einmischungen in den öffentlichen und hochschulischen Diskurs dem Einhalten von Richtlinien für schriftliche Arbeiten gewichen? Sind Arial 12pt, blockspaltig, Zitation nach Harvard-Standard das neue Graffiti und WhatsApp-Gruppen und Social Media das neue Straßentheater?“, stellt Christine Haselbacher, die Leiterin des Departments Soziales an der FH St. Pölten, Fragen für das Symposium.

Drei Keynotes hinterfragen die rebellische Funktion der Sozialen Arbeit in Theorie und Praxis im Laufe der letzten 20 Jahre:

Monika Vyslouzil, die ehemalige Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung, zeigt, wie sich die Ausbildung in der Sozialen Arbeit am Standort St. Pölten von den 70ern bis zum Fachhochschulstudiengang entwickelt hat. Departmentleiterin Christine Haselbacher und FH-Dozentin Christine Schmid stellen unter dem Titel „Bis hierher und weiter“ Schlaglichter zur Ausbildung Sozialer Arbeit in Gegenwart und Zukunft vor. Und Andrea Nagy von der Freien Universität Bozen steuert eine autobiografische Skizze zum Thema „Rahmenbedingungen professioneller Entwicklung und sozialer Mobilität“ bei.

Studierendenprojekte und Workshops

Studierende zeigen in Workshops anhand ihrer Lehrforschungsprojekte, wie sie forschend sozialarbeitsrelevante Lösungsansätze zu aktuellen Fragestellungen entwickeln. Themen sind unter anderem Peers im Feld der Sozialen Arbeit, Soziale Arbeit mit älteren Menschen, Dokumentation und Bewertung sozialarbeiterischer Betreuungsprozesse in der Primärversorgung, Nutzer*innenbeteiligung in der Lehre, partizipative Forschung in der Sozialen Arbeit, betriebliche Sozialarbeit, Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement.

Eine Übersicht aller Workshops finden Sie hier

Social Work Science Day

6. Mai 2021, 9 bis 17 Uhr, online via Zoom

Anmeldung bis 3. Mai, Teilnahme kostenlos

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!
FH-Prof. DSA Mag. (FH) Haselbacher Christine

FH-Prof. DSA Mag. (FH) Christine Haselbacher

Departmentleiterin Studiengangsleiterin Soziale Arbeit (BA) Internationale Koordinatorin Department Soziales Mitglied des Kollegiums 2020 bis 2023
FH-Prof. Mag. Dr. Pflegerl Johannes

FH-Prof. Mag. Dr. Johannes Pflegerl

Institutsleiter Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung FH-Dozent Stellvertretender Studiengangsleiter Soziale Arbeit (MA) Department Soziales