1 min

Neues Format für die Wissenschaft: Science@Home

Wissenschaft vermitteln in Zeiten von Corona: mit Website und Live-Stream

Neues Format für die Wissenschaft: Science@Home
Logo Science@Home

Am 8. Mai 2020 hätte österreichweit und auch an der FH St. Pölten die Lange Nacht der Forschung stattfinden sollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste diese Veranstaltung leider auf den 9. Oktober 2020 verschoben werden. Damit bis dahin keine zu lange „Durststrecke“ entsteht, hat die FH St. Pölten rasch reagiert und ein neuartiges, interaktives Online-Format ins Leben gerufen: Science@Home.

Forschungsthemen in Kurzvideos vorgestellt

Dafür haben wir unsere Forschenden aufgerufen, aus dem Home-Office kurze Videos die ihre Forschung vorstellen, zu senden. Etliche Forscher*innen sind diesem Aufruf nachgekommen. So wurden am 8. Mai während dem Live-Stream des Science@Home zehn Forschungsvideos und zwei live aus dem Homeoffice übertragene Vorträge gezeigt. Ergänzt wurde die Live-Übertragung durch ein mit der an der FH entwickelten Quiz-App Tenjin durchgeführtes Quiz, an dem die Zuschauer*innen des Streams teilnehmen konnten. Natürlich gab es auch die Möglichkeit, unseren Forschenden Fragen zu den vorgestellten Inhalten zu stellen.

Erfreulicherweise wurde das Event selbst und auch gerade die Möglichkeit, im Chat Fragen zu stellen, gut angenommen. Teilnehmende Schüler*innen der Medien-HAK-Klassen der HAK Hollabrunn hoben besonders die Präsentation des von den Master-Studentinnen Nicole Bilek und Alisa Feldhofer entwickelten virtuellen Unfall-Übungsszenarios für das Rote Kreuz hervor. Die HAK Hollabrunn berichtet auch auf ihrer Homepage über das Science@Home.

Auf besonderes Interesse stießen auch die beiden Live-Vorträge. Thomas Hawel, Researcher am Institut für Creative\Media/Technologies erklärte die Blockchain-Technologie. Johannes Pflegerl, Institutsleiter des Ilse Arlt Institut für soziale Inklusionsforschung, sprach über UmBrello, ein interdisziplinäres, an der FH St. Pölten entwickeltes System, das den Alltag von Senior*innen unterstützen soll, indem es den Fernsehapparat in eine Kommunikationszentrale verwandelt. Über dieses einfach zu bedienende System kann mit Freund*innen oder Betreuenden gesprochen und gespielt werden und es können sogar Physiotherapie-Einheiten durchgeführt werden. Konkret wurde auch die Relevanz solcher Lösungen in Zeiten der Corona-Pandemie diskutiert.

Inhalte auf der Website „nachschauen“ und selbst ausprobieren

Ergänzend zum Live-Streaming wurde auch eine Website eingerichtet, über die an der FH entwickelte Internet-Anwendungen selbst ausprobiert werden können. Auf dieser Website stehen jetzt auch die Forschungsvideos zum „Nachschauen“ zur Verfügung.

Während das virtuelle Event Science@Home eine spannende, neue Erfahrung war, die gut vom Publikum angenommen wurde, freuen wir uns natürlich auch schon auf das Ende der Corona-Pandemie, wenn wir wieder Besucher*innen „in real life“ an der FH begrüßen dürfen. Ein solches virtuelles Format hat aber durchaus auch abseits der momentanen Notwendigkeit Vorteile, z. B. dass auch Personen teilnehmen können, für die die physische Anreise nach St. Pölten nicht möglich ist. Generell ist davon auszugehen, dass in unserer zunehmend digitalisierten Welt virtuelle Formate an Bedeutung gewinnen werden – nicht anstelle des persönlichen Kontakts, sondern als Ergänzung.

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!
FH-Prof. Dipl.-Ing. Raffaseder Hannes

FH-Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder

Geschäftsführung | Chief Research and Innovation Officer (CRO and CINO)