Wiedersehen

#Medientechnik (BA) #/Medien & Digitale Technologien #Studierenden-Projekt

Zwei Soldaten am Ende des 2. Weltkriegs – mit unterschiedlicher Herkunft, Sprache und Altersdifferenz – treffen nicht weit von der Schlacht entfernt aufeinander.

Kamera läuft, Ton läuft, Klappe kann fallen

Krieg ist schrecklich, egal wann, wie und wo. Am äußersten Rand eines Schlachtfelds in Österreich treffen zwei Soldaten aufeinander. Beide sind desertiert. Obwohl sie unterschiedliche Sprachen sprechen, verbindet sie für einen Moment die gemeinsame Angst, das Grauen des Erlebten und die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihren Familien. Doch nur allzu bald werden sie wieder abrupt aus der vermeintlichen Geborgenheit zurück in die harte Realität gerissen. 


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Motivation, Ausdauer und Desinfektionsmittel

Anfangs geplant als ein 10-minütiges Studierendenprojekt mit 8 Beteiligten entwickelte sich „Wiedersehen“ rasch zu einem Kurzfilm mit einer Spiellänge von fast 18 Minuten, an dem ein Stab von über 20 Personen 7 Monate lang beschäftigt war.

Ausgestattet mit einem herausfordernden Drehbuch, Motivation, Ausdauer und einer Menge Desinfektionsmittel kämpfte sich die Projektgruppe durch Geldsorgen und entwickelte ein Konzept nach dem anderen. Sie trotzten beim Dreh der Kälte, dem Schlamm und der Pandemie und wurden in der Post Produktion zu "Screen Zombies".

Der Film arbeitet mit der Kommunikation zwischen den Zeilen, zwei unterschiedlichen Sprachen, schnellen Fluchtszenen über weitläufige Wiesen und stillen Konversationen in einem verlassenen Stall. Gedreht wurde in Wilhelmsburg in Niederösterreich, es spielten Nikolaus Lessky und Eduard Martens.

Ideenfindung 

Geplant war es, ein bereits bestehendes Drehbuch umzusetzen. Daher wurde über diverse Plattformen, wie beispielsweise Facebook oder auch Schauspielschulen, gesucht.

Letztendlich hat sich die Projektgruppe für das Drehbuch "Wiedersehen" entschieden, welches von der Medientechnik-Studentin Tanja Ploner geschrieben wurde. "Im Nachhinein können wir sagen, es war eine gute Entscheidung, das Drehbuch doch nicht outgesourced zu haben, da ziemlich viel verändert und ausgebaut wurde", so die Projektgruppe. 

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Location und Umsetzung 

Für die Umsetzung wurden dann etliche Listen und Meetings erstellt. Dabei sind konstruktive Diskussionen entstanden, die den Planungsprozess vorantrieben. Ende September wurde von den Studierenden ein Location-Scouting vorgenommen, wobei die Wahl schlussendlich auf einen ehemaligen Bauernhof in Wilhelmsburg gefallen ist, welcher den Vorstellungen der Drehbuchautorin und des gesamten Teams am besten entsprochen hat.

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"Ein wichtiges Learning war", so die Projektgruppe, "dass wir auf ein Ölproblem gestoßen sind, welches zur Folge hatte, dass wir für einige Tage die Location abgesprochen bekommen haben. Das hat uns nie daran gehindert, dass Projekt nach wie vor weiter zu planen. Denn wie wir gemerkt haben, kann man ein solches Projekt noch so gut planen, es wird immer Dinge geben, mit denen man nicht gerechnet hat."

Der fertige Film soll bei Filmfestivals wie Vienna Shorts, YOUKI, Kurzfilm Festival Hamburg und dem Golden Wire eingereicht werden.

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