20.05.2020: Diversity Day St. Pölten

Diversität geht uns alle an.

Was ist Diversität?

Diversität (= Diversity) meint Vielfalt, Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit von Menschen in ihrer Pluralität. Kategorien von Verschiedenheit sind: Geschlecht/Gender, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Alter, kulturelle Herkunft, "Behinderung", Klasse und vieles mehr. Sie gelten als gesellschaftliche Regulativa, aufgrund derer Menschen in positiver oder negativer Weise bestimmt werden, an gesellschaftlichen (ökonomischen, sozialen, kulturellen, institutionellen etc.) Ressourcen teilnehmen können oder ausgegrenzt sind.

Vgl. Czollek/Perko/Weinbach 2009

Seit einigen Jahren gestalten Studierende des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit den Diversity Day der Stadt St. Pölten mit. 

Koordiniert vom Diversitätsbüro der Stadt bietet der Tag allen Interessierten Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Diversitätsthemen in Form von Infoständen und Aktivitäten am Rathausplatz oder – bei Schlechtwetter – im Stadtmuseum.

2020 als Online Format

2020 kann der Diversity Day nicht in der gewohnten Form stattfinden.

Daher gibt es dieses Jahr Online-Infos und Kampagnen zu vielfältigen Diversitätsthemen. Erstellt haben diese die Studierenden des 2. Semesters Soziale Arbeit (Bachelor) im Rahmen der Lehrveranstaltung Diversität & Gender unter Leitung von Eva Grigori und Michaela Moser.

Entdecken Sie die Vielfalt: Klicken Sie sich durch, informieren Sie sich, reden Sie mit Freund*innen, Familie und Bekannten.

re.act.now

Alltagsrassismus

Re.Act.Now ist eine Instagram-Kampagne zum Thema Alltagsrassismus. Wir planen nicht nur Aufmerksamkeit für die Thematik zu schüren, sondern werden auch Tipps geben, wie man auf rassistische Bemerkungen reagieren und wie Zivilcourage im Alltag gelebt werden kann. Der Projektname basiert auf der Philosophie „Reagiere. Handle. Jetzt!“ und soll zeigen, dass unsere Kampagne auf die Steigerung der Handlungsbereitschaft in dem Themenbereich Alltagsrassismus abzielt. 

Altersdiversität – vorwärts leben, rückwärts verstehen

Diversity Alter

Die Instagram Seite @live.diversity fungiert nach dem Motto „Altersdiversität – vorwärts leben, rückwärts verstehen“. Intention ist es, Themen rund um das Altern aufzugreifen und auf bestimmte Fragen näher einzugehen.

Diversität wird hier als Auseinandersetzung mit der Bedeutung und Unterschiedlichkeit im Zusammenleben von Menschen, nach gesellschaftlichen, institutionellen und organisatorischen sowie individuellen Konstruktionsprozessen verstanden.

Es geht um Themen, wie den Begriff der Altersdiversität, um unterschiedliche Generationen, die Frage, ab welchem Alter man tatsächlich alt ist, um die Demographische Lage in Österreich und noch vieles mehr.

  • Mitmachen: Junge Insta-User*innen werden eingeladen die Infos aktiv auch mit älteren Verwandten zu teilen und besprechen, die selbst wenig/er in Social Media unterwegs sind


Sprachlicher Diskriminierung entgegen treten

Diversity Hatespeech

Schimpfworte. Drohungen. Hatespeech.
Diskriminierung mittels Sprache ist in unserem Alltag durch Social Media und Musik leider weit verbreitet und wird daher immer mehr toleriert. Dies hat nicht nur negative Auswirkungen auf die einzelnen Personen, sondern auf ganze Menschengruppen. Denn auch Gewalt durch Sprache, bleibt Gewalt! Häufig sind Menschen einer anderen ethnischen Zugehörigkeit (Rassismus), Frauen* (Sexismus) oder Leute aus der LGBTQIA+ Community (Homophobie) betroffen. Es kann überall passieren. Nicht nur im Internet sondern auch in der Arbeit, in der U-Bahn, innerhalb des eigenen Freund*innenkreises oder sogar durch die eigene Familie.

  • Mitmachen: Alle die damit schon mal Erfahrungen gemacht haben bzw. am Thema interessiert sind, sind eingeladen, auf Instagram vorbei zu schauen, sich über die verschiedenen Arten von sprachlicher Diskriminierung zu informieren, anonym Erfahrungen zu teilen und zu lernen, wie wir alle dazu beitragen können, Hatespeech keinen Platz zu bieten.


Inklusive Schule

Diversity Integration

Dem Instagramaccount „integration_inklusion“ geht’s um Fragen der Integration in österreichischen Schulklassen.

Mitmachen: Es werden Umfragen zum Thema Integrations- vs. Regelklassen durchgeführt und Erfahrungen von Schüler*innen geteilt. Kontrovers diskutiert sollen auch Vorschläge zur Einteilung in Integrations- und Regelklassen bzw. für spezifische Schulklassen für Migrant*innen, Kinder mit Beeinträchtigungen, etc. werden. Und es gibt eine Mindmap, die es ermöglicht aktiv Pros und Contras zum Thema einzubringen.


Übersehenes Problem Analphabetismus

Das Thema Analphabetismus haben viele Menschen nicht am Radar, die meisten glauben, dass heutzutage jede*r lesen und schreiben kann. Tatsächlich hat rund 1 Million Menschen in Österreich Probleme, gut lesen und schreiben zu können, 300.000 davon gelten als Analphabet*innen, rund 700.000 als Personen mit einer Leseschwäche. Betroffene sind sowohl im Alltag als auch in vielen anderen Bereichen vor diverse Herausforderungen gestellt und werden in vielen Bereichen ausgegrenzt.

Mit unterschiedlichen Mitteln wird aufgezeigt, wie Betroffene mit der Problematik umgehen und ihren Alltag meistern und was gegen Vorurteile und Stigmatisierung getan werden kann, wo Exklusion stattfindet, und wie zum Beispiel Ämter, den Arbeitssektor und den Bildungssektor mit der Herausforderung umgeht. Dabei werden auch Fragen der Geschlechterperspektive und die Situation von Menschen mit nicht deutscher Muttersprache in den Blick genommen.

Vorgestellt werden außerdem Hilfsangebote und Institutionen, die sich mit der Thematik beschäftigen und Öffentlichkeitsarbeit dazu leisten.


Mut zu Body Diversity!

  • Blog
  • von Angelika Koberger - Dominik Zöchbauer - Maria Plank - Tobias Kalinka - Julia Mayerhofer

Body Diversity

Wir wollen Mut machen!
Mut, den eigenen Körper so zu akzeptieren, wie er gerade ist. Und Mut dazu, für eine Gesellschaft einzustehen, in der jeder Mensch sich entfalten kann – frei von unrealistischen Körperidealen. Denn wer nicht den gängigen und soziokulturell konstruierten Körperidealen entspricht, erfährt nicht selten Diskriminierung oder öffentliche Beschämung.

Mittels Instagram Account möchten wir mit Hilfe von Bildern Diversität wiedergeben und auf das Thema Body – Diversity, also Körpervielfalt aufmerksam machen. Unterschiedlich aussehende Körper werden wertfrei anerkannt und sollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Vielfältigkeit etwas Bereicherndes sein kann. Die Besonderheit und Einzigartigkeit eines Menschen bzw. seines Körpers ist dabei die Grundlage um Vielfalt auszudrücken und wertzuschätzen.

Auf einem Blog werden vertiefende Erfahrungsberichte und Studien zu finden sein.
Gezeigt werden soll, was selten zu sehen ist; und ausgesprochen werden, was selten gesagt wird.
Es geht um die Selbstbestimmung über unsere Körper.


Informationen über Drag und Trans*

Identity Diversity

Trotz der vorhandenen vielfältigen Lebensformen sind Vorurteile und Intoleranz in Bezug auf die LGBTQ+ Community nach wie vor weit verbreitet. Die Instagram- und Facebookseite „Slay_your_identity: Trans ain’t Drag“ will über Drag und Trans* informieren und aufklären. Erläutert werden dabei u.a.l die Unterschiede zwischen den Begriffen Trans* und Drag Personen, weitere Infos werden ua via Kahoot Quiz vermittelt.

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für verschiedene Lebensweisen zu schaffen und einen Beitrag zu Aufgeschlossenheit, Toleranz und Gleichberechtigung zu leisten.
Denn wir alle sind gleichermaßen besonders.


Frau, Mann oder Divers

Wer bist du? Wie reagierst du, wenn du einen Bub im Kleid spielen siehst? Wie ist deine Reaktion, wenn dir deine beste Freundin sagt, dass sie eine Lehre zur Automechanikerin machen will?
Unsere Gesellschaft schafft Rollenklischees. Auch im 21. Jahrhundert kann es passieren, dass ein Mensch schief angeschaut wird, wenn er*sie nicht dem typischen Frau*-/Mann*bild entspricht.

Wir wollen zeigen, dass wir auch mit diesen Problematiken zu kämpfen haben und es deswegen wichtig ist, genau hinzuschauen und aufmerksam durch das Leben zu gehen.
Wir wollen vermitteln: Du darfst Mann, Frau oder Divers sein, wie auch immer du dich glücklich fühlst! Du darfst dir deine Träume verwirklichen.


Roma, Sinti und Antiziganismus in Österreich

  • Video
  • von Agnes Gschwandegger, Daniela Gugler, Ines Zecha, Raffaela Stöger, Sandra Mayrhofer

Seit 1993 zählen die Gruppe der Roma und Sinti zu den sechs anerkannten Minderheiten in Österreich. Nicht nur in ländlichen Gegenden wird der Begriff “Zigeuner” auch heute noch im alltäglichen Sprachgebrauch verwendet. Um so wichtiger ist, es zu thematisieren, dass es sich dabei um eine Form von Diskriminierung handelt. Und gleichzeitig deutlich zu machen, welche Rolle Roma und Sinti, wie auch generell die Volksgruppen-Vielfalt in Österreich spielen.

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!
FH-Prof. Mag. Dr. Moser Michaela

FH-Prof. Mag. Dr. Michaela Moser

FH-Dozentin Department Soziales
Mag. Wieländer Ulrike

Mag. Ulrike Wieländer

Nachwuchsförderung, Innovation und Start-ups
Forschung und Wissenstransfer
Gender- und Diversity Beauftragte
Grigori Eva, BA MA

Eva Grigori, BA MA

FH-Dozentin Department Soziales