20.05.2021: Diversity Day St. Pölten

Diversität geht uns alle an.

Was ist Diversität?

Diversität (= Diversity) meint Vielfalt, Verschiedenheit und Unterschiedlichkeit von Menschen in ihrer Pluralität. Kategorien von Verschiedenheit sind: Geschlecht/Gender, sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Alter, kulturelle Herkunft, "Behinderung", Klasse und vieles mehr. Sie gelten als gesellschaftliche Regulativa, aufgrund derer Menschen in positiver oder negativer Weise bestimmt werden, an gesellschaftlichen (ökonomischen, sozialen, kulturellen, institutionellen etc.) Ressourcen teilnehmen können oder ausgegrenzt sind.

Vgl. Czollek/Perko/Weinbach 2009

Seit einigen Jahren gestalten Studierende des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit den Diversity Day der Stadt St. Pölten mit. 

Koordiniert vom Diversitätsbüro der Stadt bietet der Tag allen Interessierten Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit Diversitätsthemen in Form von Infoständen und Aktivitäten am Rathausplatz oder – bei Schlechtwetter – im Stadtmuseum.

2021 als Online Format

2021 kann der Diversity Day nicht in der gewohnten Form stattfinden.

Daher gibt es dieses Jahr – wie schon im Vorjahr – Online-Infos und Kampagnen zu vielfältigen Diversitätsthemen.

Erstellt haben diese die Studierenden des 2. Semester Soziale Arbeit (Bachelor) im Rahmen der Lehrveranstaltung Diversität & Gesellschaft unter Leitung von Michaela Moser und Luzenir Caixeta.

Online-Projektpräsentation

  • „Aufmerksamkeit für Diversity“
    am 20. Mai 2021 von 13:00 bis 15:00 Uhr
     

Am 20 Mai 2021 werden einzelne Projekte in einem Online Meeting präsentiert.

Bei Interesse am Teilnahme bitte per Mail an michaela.moser@fhstp.ac.at anmelden.
Sie bekommen dann einen Zugangslink zum Treffen geschickt.

Alle Projekt werden ab 20. Mai 2021 dann auch zum Nachlesen, -hören, -klicken auch dieser Webseite präsentiert.

Die Projekte

Für den Diversity Day 2021 haben die Studierenden in Gruppen unterschiedliche Projekte umgesetzt, z. B. Instagram Kampagnen, Poster, Erklärvideos oder Kahoot-Quizes. Etliche der entstandenen Materialien eignen sich auch für den Einsatz in Schule und/oder Jugendarbeit.

Alle Projekte werden am 20. Mai vorgestellt.

Einige der Inhalte stehen ab sofort zur Verfügung, einige davon sind erst nach der Präsentation auch hier verfügbar.

Lookismus und Body Positivity 1

Body Positivity

Die Instagramseite @lookism_body.positivity behandelt, wie der Name bereits andeutet, die Themen Lookismus und Body Positivity. Lookismus (engl. Lookism) ist der internationale Fachbegriff für eine Diskriminierung aufgrund des Aussehens. Bei Body Positivity handelt es sich um eine Bewegung zu den Themen Selbstakzeptanz, Körperbild und Abschaffung unrealistischer Schönheitsideale.

Unser Ziel ist es, die Besucher*innen unserer Seite über Lookismus und seine Folgen aufzuklären, ein Bewusstsein für die allgegenwärtige Thematik zu schaffen, und mit Bildern, Zitaten und Tipps zum Thema Selbstakzeptanz die Body-Positivity-Bewegung zu unterstützen.

  • Mitmachen: In den Storys werden immer wieder Umfragen zum Thema durchgeführt, bei denen jede*r herzlich eingeladen ist, mitzumachen. Außerdem freuen wir uns, wenn in den Kommentaren Meinungen und Erfahrungen zum Thema ausgetauscht werden!
  • Zum Kahoot-Quiz
    Kahoot PIN: 01408497


Lookismus und Body Positivity 2

Video zu Social Media und Body Image

  • von Celine Endres, Daniela Kaler, Anna- Lena Sitter, Marlene Steinhauser, Caroline Vonderlind

Viele Bilder, die wir in sozialen Netzwerken (vor allem Instagram) sehen, sind meist stark bearbeitet. Dies führt dazu, dass wir uns häufig in Bezug auf unseren eigenen Körper unwohl fühlen und glauben, nicht attraktiv für unsere Gesellschaft zu sein. Medien präsentieren uns unrealistische Schönheitsideale, die fernab der Realität sind, in Form von professionell bearbeiteten Bildern von perfekten Model-Körpern. Wir werden dadurch manipuliert und bekommen ein falsches Bild von Körpern. Hast du dich schon einmal selbst hinterfragt, wie diese Bilder deine eigene Körperwahrnehmung verändern und beeinflussen?

In unserem Projekt haben wir uns genau mit dieser Frage auseinandergesetzt und eine Umfrage auf der sozialen Plattform Instagram durchgeführt. Die daraus resultierenden Ergebnisse findet ihr in unserem Video. Des Weiteren führten wir auch Interviews zu dem Thema mit unseren Freunden durch. Auch diese hört ihr in unserem Video:


Disability is not inability

Die Ausgrenzung durch körperliche Handicaps ist sowohl im beruflichen wie auch im privaten Kontext weit verbreitet. Abgesehen vom Arbeitsplatz spielen Barrieren auch im Sport und in der Kommunikation eine tragende Rolle. Erschwerte Zugänge betreffen den Einzelnen*die Einzelne bzw. eine große Gruppe an Menschen in der Gesellschaft. Den Themen rund um Ableismus mehr Aufmerksamkeit zu widmen und in den öffentlichen Diskurs zu fördern, wären wichtige Schritte hinzu Gleichberechtigung körperlich eingeschränkter Menschen.

Mitmachen!


Geschlechterklischees durchbrechen.

Wir haben für Schüler*innen im Alter von ca. 14 Jahren zwei Lückentexte vorbereitet, die jeweils eine Frau und einen Mann und deren Gewohnheiten, Tätigkeiten, etc. beschreiben. Die Auswahl an Füllwörtern rangiert von “dem Geschlechterklischee entsprechend” bis “anti-stereotypisch”. In der Annahme, dass viele der Schüler*innen eine “geschlechtstypische” Auswahl treffen werden, haben wir in Folge zwei “nicht-stereotypische” Personenbeschreibungen zum Durchlesen vorbereitet. Damit möchten wir im besten Fall einen Denkanstoß setzen und auch die Selbstreflexion der eigenen Gedanken, Gefühle und Vorstellungen der Schüler*innen anregen.


Catcalling

  • Umfrage zu Erfahrungen von Studentinnen, Lehrpersonen und andere Frauen  mit „Catcalling“
  • von Lena Bratkovic, Fiona Eichberger, Dana Haspel, Bettina Klumper, Sarah Loiskandl

Für unser Projekt zum Thema „Sexismus“ im Rahmen des Diversity Days wollen wir uns der Problematik des „Catcalling“ widmen. Zum besseren Verständnis wollen wir den Begriff anfangs näher erläutern. In weiterer Folge möchte unsere Gruppe eine Umfrage bezüglich der Erfahrungen, die die Student*innen und  Lehrpersonen an der Fachhochschule St. Pölten und andere Frauen in unserem Umfeld  mit „Catcalling“ gemacht haben, durchführen.

  • Mitmachen: Diese Befragung orientiert sich an Frauen, egal ob diese Cis-Gender oder Assigned Female  at Birth (nicht-binäre Personen, Transgender) sind.
    Zur Umfrage


LGBTQIA+

“Aufstehen mit Dani & Kathi” – Frühstücksfernsehen mal anders

  • Videos
  • von Christina Altenburger, Isabella Peschel, Maria Richter, Katharina Weber, Stella Ullmann und Daniela C. Zeleny

In der Sendung “Aufstehen mit Dani & Kathi” ist das große Thema “LGBTQIA+”. Was verbirgt sich hinter diesen Buchstaben? Was haben Menschen aus der Community zum Thema zu sagen? Wie ist das eigentlich mit der Entwicklung der Geschlechteridentitäten? Wann fängt das an und wie geht es vor sich? Auf all diese Fragen versucht das Video Antworten zu geben, ergänzt um ein paar statistische Daten zum Thema Diskriminierung der LGBTQIA+-Community. Außerdem werden zwei Organisationen vorgestellt, an die sich Interessierte und Betroffene wenden können.

Für all jene, die noch weiter in das Thema eintauchen wollen, anbei noch ein paar Links, auf die in der Sendung Bezug genommen wird:

Bei Fragen oder Rückmeldungen zum Thema, zu uns oder unserem Studium kann man uns auch gerne ein E-Mail schicken: LGBTQ-forum@gmx.at


Antisemitismus 
Einfach erklärt

  • von Alexander Hocke, Nathalie Gaiswinkler, Patrick Frischmann, Camillo Häusle und Lea Griesser

Mit unseren Beiträgen wollen wir einen kurzen Einblick in das Thema Antisemitismus geben. Antisemitismus sowie Antijudaismus ist als Ideologie oft sehr vielfältig und kompliziert. So sind auch seine Ausdrucksformen in der Gesellschaft meist nicht so einfach zu verstehen. Nach einer Einführung möchten wir zu einem tieferes Verständnis des Begriffs Antisemitismus beitragen. Dabei wollen wir hier auch mit der Idee aufräumen, dass Antisemitismus erst mit dem zweiten Weltkrieg begonnen und auch mit diesem wieder geendet hat.

In unseren Beiträgen gehen wir daher auf viele verschiedene Aspekte des Antisemitismus ein. Es geht um: Eine grundlegende Erklärung des Begriffs Antisemitismus, ein historischen Überblick, eine Erklärung und Visualisierung verschiedener Formen des Antisemitismus sowie ein konkreter Bezug zur Geschichte antisemitischer Gewalt in St. Pölten.

Als Materialien wurden ein ausführliches Handout und eine Menti-Umfrage erarbeitet, die sich auch für die Anwendung im Unterricht eignen.


Ableismus

Ableismus

Die Instagramseite @againstableism soll über das Thema Ableismus aufklären. Ein Thema, über welches leider noch immer viel zu selten berichtet/gesprochen wird. Ableismus ist ein am englischen Ableism angelehnter Begriff, der aus der US-amerikanischen Behindertenbewegung stammt. Ableismus beschreibt die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung, indem Menschen an bestimmten Fähigkeiten gemessen und auf ihre Beeinträchtigung reduziert werden. Auf unserem Account können die Besucher*innen Beiträge zu Themen wie der richtige Sprachgebrauch, gesellschaftliche Barrieren, aber auch Quotes und interaktive Stories finden.


Klassismus

  • Erklärvideos, Kahoot, Bingo
  • von Dijana Adilovic, Ricarda Bandion, Tobias Brossmann, Daniel Frühwirth, Karin Löschl, Alice Rischka, Bernhard Weinlechner, Fabian Gumpelmaier 

Im Zuge des Projektes wollen wir das gesellschaftliche – vielen etwas unbekannte – Thema Klassismus vorstellen bzw. näher bringen. Im Zuge eines Kahoot, selbst erstellen Erklärvideos und einem zusätzlichen Bingo (inkl. Spielanleitung), sollen diese Informationen interaktiv vermittelt werden. Aufgrund der Komplexität des Themas haben wir auch ein Handout erstellt, dass die wichtigsten Fakten kurz und prägnant zusammenfasst.

Durch die Fragenbeantwortung kann man sich mit dem Thema auseinandersetzen und es werden jene Grundsätze behandelt, die zeigen was Klassismus bedeutet und welche Gruppen davon betroffen sind. Zusätzlich kommt durch die Fragenbeantwortung auch zum Ausdruck, dass Bildung, soziale Mobilität, Arbeitslosigkeit sowie Armutsgefährdung eine große Rolle für Möglichkeiten in der Gesellschaft spielen. Um die Informationsvermittlung zu sichern, wurden zusätzlich Erklärvideos erstellt, die kurze Inputs geben sollen.

Was ist Klassismus?

Poster: 


Islamophobie

  • von Maximilian Lützow, Karmina Mersdorf, Alma Cosic, Karoline Krobath

Viel zu oft wird heutzutage von Vorurteilen und Stereotypen Gebrauch gemacht. Dies ist vor allem auch mit Blick auf Religionen der Fall. Besonders viel Misstrauen erfährt der Islam und hat bei vielen sogar das Image als „Religion der Terroristen“. Das darf so nicht sein!

Unsere Gruppe hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, kreativ über den Islam zu informieren und Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Erreichen wollen wir das durch die Verbreitung der Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Studie, einer Info-Präsentation mit muslimischen Sprüchen und einigen von uns gewählten Videos zum Thema.

Kommt mit auf eine Reise zur näheren Erforschung einer der ältesten und faszinierendsten Religionen der Welt!


What is Feminism?

Im Rahmen eines internationalen Austausches haben Studierende aus St. Pölten gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Leuven/Belgien einige Informationen zu Feminismus in den beiden Ländern zusammen gestellt.


Students vs Racism

Der Instagram Account @students_vs_racism will zur Auseinandersetzung mit Rassismus auffordern und wird von Studierenden aus St. Pölten gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Leuven/Belgien befüllt.


Disability - justlikeeveryoneelse

Der Instagram Account, der von belgischen und österreichischen Studierenden eingerichtet wurde, will über unterschiedliche Behinderungen informieren. 


LGBTIQ* in Österreich und Belgien

Eine Gruppe von Studierenden der FH St. Pölten und der Hochschule UC Leuven Limburg hat sich mit der Situation von LGBTIQ+ Personen in Österreich und Belgien beschäftigt und diese Präsentation dazu erarbeitet.

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!
FH-Prof. Mag. Dr. Moser Michaela

FH-Prof. Mag. Dr. Michaela Moser

FH-Dozentin Department Soziales
Mag. Wieländer Ulrike

Mag. Ulrike Wieländer

Fachverantwortliche Nachwuchsförderung, Innovation und Start-ups
Forschung und Wissenstransfer
Grigori Eva, BA MA

Eva Grigori, BA MA

FH-Dozentin Department Soziales